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Elektronik: Fairphone und Apple führen

Die IT-Hersteller Fairphone und Apple führen im grünen Ranking. Sie erfüllen wesentliche Umwelt­standards. Die Schluss­lichter bei der Herstel­lung ihrer Geräte sind Samsung und Huawei, ebenso wie Amazon, dem drittgrößten Anbieter von Tablets.

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Grafik: Greenpeace Greenpeace

Für den neuen Elektronik-Ratgeber hat Greenpeace 17 Technologieunternehmen in drei Kategorien geprüft: Dem jeweiligen Energieeinsatz in der Produktion, dem Einsatz von Chemikalien, sowie dem Recycling von Rohstoffen. In die Bewertung fließt zudem die Untersuchung von 40 Geräten mit ein, die gemeinsam mit der Firma iFixit durchgeführt wurde und die Reparierbarkeit von Smartphones, Tablets und Laptops im Fokus hatte.

Fairphone auf dem ersten und Apple auf dem zweiten Platz führen die Greenpeace-Bestenliste an. Sie verzichten auf gefährliche Chemikalien und produzieren klimafreundlich. Als einziges Unternehmen hat Apple zugesagt, nicht nur Datenzentren und Büros, sondern zukünftig die gesamte Lieferkette mit erneuerbaren Energien zu versorgen. Dell und HP folgen auf den nächsten Plätzen, da sie reparier- und aufrüstbare Geräte anbieten. Schlecht schneiden Microsoft, aber auch Apple bei der Reparierbarkeit ihrer Geräte ab. Auf Wegwerfhandys, die maximal zwei Jahre genutzt werden, setzen auch die chinesischen Firmen Huawei, Oppo und Xiaomi. Sie produzieren aktuell ein Viertel der weltweit verkauften Smartphones.

Entgegen früherer Zusagen verzichten nur Apple und Google derzeit konsequent auf umwelt- und gesundheitsschädliche Chemikalien wie PVC und bromierte Flammschutzmittel. „Diese Chemikalien sind jedoch hochgefährlich. Bei der Verbrennung von PVC und bromierten Flammschutzmitteln werden beispielsweise Dioxine freigesetzt, die bereits in geringer Menge für den Menschen schädlich sein können“, erklärt Greenpeace-Sprecherin Nunu Kaller.

Ein Schlusslicht im Greenpeace-Check ist Samsung, der südkoreanische Marktführer für mobile Kommunikation. Samsungs Geräte werden in Ostasien vor allem mit klimaschädlichem Kohlestrom gefertigt. Kohlekraftwerke verschmutzen die Atemluft und heizen den Klimawandel an. Das Unternehmen hat 2016 mehr als 16.000 Gigawattstunden Energie verbraucht, nur ein Prozent stammt aus erneuerbaren Energien. Recycling von wertvollen Rohstoffen wird bei Samsung kaum betrieben. Die Wiederverwertung von 4,3 Millionen zurückgerufenen Geräten des Modells „Galaxy Note 7“ fand dieses Jahr nur auf Druck von Greenpeace statt.

Die Smartphone-Produktion ist höchst problematisch. Hunderte Kilo von Material müssen aus der Erde gegraben werden, allein um die Rohstoffe für ein einziges Smartphone zu gewinnen. Die Rohstoffgewinnung findet in politisch instabilen Ländern statt, unter teils Sklaverei-ähnlichen Zuständen und mit Kinderarbeit. Die Produktion nimmt kaum Rücksicht auf den Umweltschutz, die meisten Materialien legen weite Wege zurück, Schadstoffe sind Alltag. Die Fertigung von Smartphones, meist in China, nimmt enorme Arbeitszeiten bei ausbeuterischen Löhnen in Kauf, die durch zahlreiche verzweifelte Selbstmorde von Fabrikarbeitern bekannt wurden.

Alternative Möglichkeiten?

Die Smartphone-Produktion ist höchst problematisch. Hunderte Kilo von Material müssen aus der Erde gegraben werden, allein um die Rohstoffe für ein einziges Smartphone zu gewinnen. Die Rohstoffgewinnung findet in politisch instabilen Ländern statt, unter teils Sklaverei-ähnlichen Zuständen und mit Kinderarbeit. Die Produktion nimmt kaum Rücksicht auf den Umweltschutz, die meisten Materialien legen weite Wege zurück, Schadstoffe sind Alltag. Die Fertigung von Smartphones, meist in China, nimmt enorme Arbeitszeiten bei ausbeuterischen Löhnen in Kauf, die durch zahlreiche verzweifelte Selbstmorde von Fabrikarbeitern bekannt wurden.

Den „faireren Smartphones“ gelingt es keineswegs, alle diese Missstände zu beheben. Der Grund dafür ist, dass die Produktionsprozesse sehr komplex sind und sich die politischen Zustände zum Beispiel in involvierten afrikanischen Ländern keineswegs so leicht ändern lassen, wie wir uns das wünschen würden. Doch diese Unternehmen versuchen es wenigstens und dokumentieren das im Idealfall.


„Die erste Frage vor jedem Kauf sollten immer sein: Brauche ich das Gerät wirklich?“, sagt Kaller. „Umweltbewusste Käufer sollten darauf achten, dass sich Elektronik-Produkte reparieren und aufrüsten lassen. Doch die Verantwortung darf nicht allein an die Konsumentinnen und Konsumenten abgegeben werden: Um wirklich grün zu werden, müssen Samsung und Co. komplett auf fossile Energien und gefährliche Chemikalien verzichten.“

Greenpeace-Branchenranking - deutsche Zusammenfassung


 

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