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LED: Woran man gutes Licht erkennt

LEDs revolutionieren den Lampenmarkt. Die Umrüstung ist jedoch nicht frei von Tücken. Worauf Sie achten sollten, wenn Sie sich die neue energiesparende Technologie ins Haus holen.

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Molto Luce

Ist die Lebensdauer der LED-Lampen wirklich höher als bei anderen Lampen?
Sie sollte es sein, und bei den Produkten von Markenherstellern ist sie das meist auch. Um unter zehn Euro bekommt man derzeit jedoch kaum LED-Lampen mit langer Haltbarkeit und guter Lichtqualität. Billig-LEDs geben oft schon nach wenigen Monaten den Geist auf. Für LEDs im Bereich der Straßenbeleuchtung geben Hersteller heute Garantien von 50.000 und mehr Stunden. Bei LED- Lampen für den Privatgebrauch erreichen gute Produkte eine Lebensdauer von 25.000 Stunden oder 25 Jahren.

Warum wirkt das LED-Licht so kalt, obwohl es als "warmweiß" bezeichnet wird?
Warmweißes Licht, wie wir es von einer 60-Watt-Glühbirne kennen, hat eine Farbtemperatur von 2700° Kelvin (k). Steht nur "warmweiß" auf der Packung, kann die Farbtemperatur aber auch 3.000 k erreichen. Damit bewegt sich die Lampe dann aber im Bereich von Niedervolt-Halogenlampen, die ein deutlich kühleres Licht abgeben.
Beim Kauf von LEDs für das Wohn- und Schlafzimmer sollte man daher auf die Angabe "2.700 k" achten. Billigprodukte erreichen allerdings nicht immer die auf der Packung angegebenen Werte. Hochwertige LED-Lampen leuchten dagegen anfangs mitunter heller als auf der Packung angegeben und wirken dadurch "kühler". In Vorzimmer, Schrankraum, Büro oder Küche sind neutralweiße Lampen (3.300 bis 5.000 k) allerdings meist die bessere Wahl.

Verlieren LEDs im Laufe der Jahre an Leuchtkraft?
Ja. Billigprodukte erreichen den (in Lumen) angegebene Lichtstrom manchmal schon zu Beginn nicht. Bei qualitativ hochwertigen LED-Lampen bezieht sich der Lumen-Wert auf die Lichtausbeute am Ende der Lebensdauer – das heißt, die Lampe leuchtet zu Beginn heller als auf der Packung angegeben. Manche – teuren – Produkte verfügen über eine Konstantlichtstrom-Regelung. Das bedeutet, dass die LED am letzten Tag ihrer Lebensdauer genauso hell leuchtet, wie am ersten. Allerdings steigt im Laufe der Zeit der Stromverbrauch moderat an.

Welche Lampen leuchten am schönsten?
Laut Novemberausgabe des Testmagazins Konsument geben Halogenglühlampen das "schönste" Licht. Im Vergleich zu LEDs verbrauchen diese Lampen jedoch vier bis neun Mal so viel Strom und verfügen über eine weit kürzere Lebensdauer. Im Sinne der Nachhaltigkeit sollten sie daher nur in speziellen "Wohlfühl-Bereichen" eingesetzt werden.
Ein wichtiges Kriterium zur Lichtqualität ist die Farbwiedergabe. Glühbirnen und Halogenglühlampen erreichen im Farbwiedergabeindex (Ra) einen Wert von 100. Hochwertige LEDs (Ra ≥ 90) kommen nahe an eine perfekte Farbwiedergabe heran, die meisten erreichen jedoch nur einen Wert von 80. Besonders schlecht schneiden manche Kompaktleuchtstofflampen – auch Energiesparlampen genannt – bei der Farbwiedergabe ab.

Autor: Robert Koch

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