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Kräuter für freie Atemwege

Kinder sind besonders anfällig für Erkrankungen der Atemwege bis hin zu chronischem Asthma. Atem- und Haltungsübungen, aber auch Kräuter lindern.

Engegefühl in der Brust, pfeifender Atem, heftiger Hustenreiz - Körpersignale wie diese zeigen einem Asthmatiker, dass es wieder soweit ist: Ein Anfall bahnt sich an. Die deutsche Übersetzung des griechischen Wortes für die chronische Lungenkrankheit lässt schon vermuten, wofür Asthma bei den Betroffenen steht: Atemnot. Bronchialasthma, das durch Allergien, psychische oder körperliche Belastungen ausgelöst werden kann, gilt als eine der häufigsten Erkrankungen im Kindheits- und Jugendalter. Die Betroffenen leiden oft sehr unter den damit einher gehenden körperlichen Beeinträchtigungen. Genau hier setzt das in Österreich einzigartige Therapieprogramm „Luftikus“ der Oberösterreichischen Gebietskrankenkasse in Bad Ischl an. Der vierzehntägige Aufenthalt in den Sommerferien im RehaMed Tisserand geht weit über einen Kuraufenthalt hinaus: „Auf spielerische Weise vermitteln wir den Kindern das Wesen ihrer Krankheit und was sie selbst dazu beitragen können, ihren Alltag mit Asthma besser bewältigen zu können“, erklärt Asthmaverhaltenstrainerin Christine Strasser.

So wird etwa daran gearbeitet, die Selbstwahrnehmung zu verbessern, sensibler zu werden für die körperlichen Signale einer aufkommenden Atemnot. Dazu zeigt Strasser den Kindern beispielsweise „atemerleichternde Körperhaltungen“, mit denen sie sich relativ einfach bei Atemnot Erleichterung verschaffen können: In der nach vorn gebeugten Haltung des „Kutschersitzes“ beispielsweise wird der Brustkorb frei, sodass mehr Luft in die Lunge gepumpt werden kann.

Atembeschwerden durch verschmutzte Luft

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Pfefferminze, Melisse, Thymian und die Eibischwurzel sind wichtige Kräuter im Einsatz gegen Atemwegserkrankungen. Fotolia / Unpict

Erkrankungen der Atemwege sind bei älteren Menschen und im Kindesalter sehr häufig. Der Wohnort ist ausschlaggebend für die Häufigkeit des Auftretens in der Jugend. So gelten Stadtkinder, die in Industriegegenden mit starker Schadstoffbelastung aufwachsen, als eher gefährdet als Landkinder. Eine deutsche Studie zeigt, dass der Nachwuchs von Landwirten wesentlich weniger anfällig für Asthma und Allergien ist als Kinder, die in einer urbanen Umgebung wohnen. Die kindliche Lunge reagiert sehr empfindlich auf Umwelteinflüsse wie Luftverschmutzung, Feinstaub etc. „Die reife erwachsene Lunge hält um ein Vielfaches mehr aus als jene von Kindern. Das liegt auch daran, dass die Schleimhäute der Kleinen viel dünner sind als jene von Erwachsenen“, erklärt der Ganzheitsmediziner Leopold Dorfer, der in Graz ein Akupunkturzentrum betreibt. Zusätzlich zu fernöstlichen Heilmethoden setzt Dorfer bei akuter Bronchitis oder Asthma auf die Heilkraft europäischer Kräuter.

Lesen Sie mehr in der LEBENSART November 2009

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