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Im Gespräch mit unseren LeserInnen Juli 2017

Schreiben auch Sie uns Ihre Meinung zu einem Artikel aus der aktuellen Ausgabe oder zu einem Thema, das Sie besonders bewegt.

Elektromobilität

Helmut Hassek, Wilfersdorf: „Elektromobilität wird sich nur dann durchsetzen, wenn das Aufladen kostenlos erfolgt. Ohne umständliche Verrechnung. Einfach anstecken und laden. Tesla macht es mit seinen Superchargern vor. Glücklicherweise bieten bereits viele Gemeinden genau solche gratis-Ladestationen an. Dazu kommen jene von Hotels, Restaurants und Supermärkten. Hier ist der Gesetzgeber gefordert entsprechende Rahmenbedingung zu schaffen, dass mindestens 25% der Parkflächen im öffentlichen Raum elektrifiziert werden müssen. Ein Aufschlag von nur 1 Cent pro Liter auf fossile Treibstoffe ist mehr als ausreichend um diese Investition kostenneutral für die Parkflächenbesitzer zu subventionieren. Die laufenden Stromkosten sind marginal und sind vom Besitzer zu tragen. Es braucht keine sündteuren Ladestationen, sondern lediglich Stromanschlüsse mit 380V/22kW ausgeführt als Typ2-Stecker.

Schnellader mit 50kW und mehr machen nur Sinn auf Autobahnen, bei Tankstellen und Raststätten. Auch hier sind die Betreiber in die Pflicht zu nehmen, allerdings dürfen Sie für diese Dienstleistung dann auch einen angemessenen Betrag (z.B. Tagespreis der EEX plus einen Aufschlag, aber keine Fantasiepreise) für die gelieferte Energie verlangen. Völliger Unsinn ist die Abrechnung nach Minuten. Bezahlt wird dann genauso wie nach jedem Tankvorgang in bar oder mit Kreditkarte. Man benötigt weder eine Karte, noch eine App. Die Bestrebungen des BEÖ sind nichts anderes, als der Versuch ein Preiskartell zu errichten. Letztlich würden davon nur die Energieversorger profitieren.“

DI Tillmann Philippi: „Es stimmt nicht, dass Elektroautos nur eine positive Umweltbilanz haben, wenn Ökostrom geladen wird. Grob gerechnet haben Heizkraftwerke eine elektrische Energieausbeute von 85 % und liefern Fernwärme, die nochmal Fossile spart. Elektromotoren haben etwa 90 % Wirkungsgrad, ergibt ausmultipliziert etwa 80 % Wirkungsgrad. Moderne Dieselmotoren kommen nur auf etwa 35 %. Der Rest geht in Kühlung und den Auspuff.

Dass Elektroautos immer noch wesentlich teurer sind, liegt an der geringen Stückzahl und den Batterien. Doch hier wird gewaltig entwickelt, siehe Brüder Kreisel. Wenn dereinst das Lithium ausgeht, steht am Horizont bereits die Brennstoffzelle. Strom aus Wasserstoff, den man durch Elektrolyse mittels Solarstrom gewinnen kann.

Die Förderung ist keine Reichenförderung. Denn der meistverkaufte Stromer ist in Europa der Renault Zoe, weltweit der Bruder Nissan. Sie können den Wogl getrost verabschieden.“

Grün, vielfältig, lebendig

Was macht eine lebenswerte Stadt aus?

Anne Grüneis, St. Pölten: „Wir alle können etwas zu einer lebenswerten Stadt beitragen. Die Neue Mittelschule St.Pölten-Wagram hat letztes Jahr beim Umweltpreis der Stadt mitgemacht, und eine Wand begrünt - und den 1. Platz erreicht. Auch heuer ist es uns gelungen die Wand wieder zu begrünen. Die Erdbeeren vom letzten Jahr haben überlebt und der Salat wurde neu gepflanzt. Dieser wird vom Schulwart für die Schuljause verwendet. Die Schüler gießen fleißig und sind eifrig bei der Sache. Das zeigt, auch im Kleinen können wir etwas verändern und den Kindern die Natur näher bringen.“

Christine Amri, Strasshof: „Die Verbauung unserer Agrarflächen und die Verschandelung des Ortsbildes sind Themen, die mich ganz besonders bewegen. Das wichtigste Gut ist unser Boden. Wo nimmt die nächste Generation ihre Lebensmittel her, wenn wir alles verbauen? Nur durch eine vernünftige Raumplanung wird die Zukunft unserer Kinder gesichert sein. Pflanzt Bäume, gebt Tieren einen Lebensraum und vor allem unseren Kindern und Enkelkindern!“

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