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Editorial von Annemarie Herzog

Mit Klimaschutz lassen sich keine Wahlen gewinnen. Zu fern und zu abstrakt ist das Thema für den Wahlkampf, auch wenn die Folgen der Erwärmung bereits spürbar sind. Andere Probleme erscheinen den Menschen – derzeit noch – näher.

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Wie gut, dass Wissenschaftler auf der ganzen Welt das Thema ernst nehmen und mitten drin sind. Sie entwickeln Lösungen, mit deren Hilfe die Erderwärmung in Schach gehalten werden soll. Manche klingen ganz einfach: Da wird Kohlendioxid aus der Luft geholt und in Kalkstein verwandelt oder zu Treibstoff veredelt. Es kann also niemand sagen, die Wissenschaft hätte geschlafen – so wie man das oft von der Politik behauptet. Welche Ansätze und Innovationen zum Schutz des Klimas es bereits gibt, lesen Sie im Schwerpunkt dieser LEBENSART ab Seite 8.

Der ganz große Wurf wird aber mit der Technik alleine nicht gelingen. Es braucht auch motivierte Menschen und einen genügsameren Umgang mit der Energie – vom Verbrauch im eigenen Haushalt bis hin zur Mobilität mit weniger Auto, mehr Rad und mehr Öffis. Hier ist wieder die Politik gefragt, um mit einer vernünftigen Verkehrs- und Raumplanung den Individualverkehr zu reduzieren.

Auch daran arbeiten Ingenieure weltweit: Sie suchen nach Lösungen für die Zeit nach den Fossilen, für ein Leben ohne Öl, Kohle und Gas. Das geht nicht von heute auf morgen, aber es geht. Übergangstechnologien erleichtern den Weg. Eine solche kann Wasserstoff sein. Wann er tatsächlich „sauber“ ist und welches Potenzial er als Energiespeicher hat, lesen Sie ab Seite 14.

Sie sehen also – es gibt viele Möglichkeiten. Wir können handeln, tun wir es! Die Zukunftsgestaltung liegt nicht nur bei den Politikern, sondern bei jeder und jedem Einzelnen von uns. Denn wer gestaltet die Welt, wenn wir es nicht tun?

Herzlichst

Annemarie Herzog, Chefredakteurin LEBENSART

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