zum Inhalt springen

Das Licht und seine Schatten

Editorial von Annemarie Herzog

annemarieklein2
Herfert

Gerade jetzt, in diesem Moment, kitzelt mich ein Sonnenstrahl an der Nase. Er findet seinen Weg zwischen den Dachfronten der Nachbarhäuser herein in unser Büro und erfüllt es mit warmem Licht. In dem Maß, wie sich der Raum erhellt, verwandeln sich die Mienen der Kollegen von angestrengt konzentriert zu fröhlich lächelnd. Wir alle lieben es hell. Die dunkle Jahreszeit kostet einiges an Kraft und der Mensch versucht, sie mit künstlichem Licht auszuleuchten. Lampen an Straßen und Häusern machen die Nacht zum Tage, geben das Gefühl von Sicherheit und halten den Energiepegel hoch. Wer wird schon an Schlafen denken, wenn es rundherum leuchtet und blinkt? Ein Lichtüberfluss, der für viele Tiere zum Verhängnis wird. Robert Koch hat sich für unsere Coverstory in der Tierwelt umgesehen und zeigt das Dilemma von Schildkröten, Nachtfaltern und Vögeln, die im Kunstlicht ihre Orientierung verlieren (Seite 18).

Auch die Experimentalphysikerin Ille Gebeshuber sieht sich in der Tierwelt um. Sie pirscht durch den malaysischen Regenwald, um die Phänomene der Natur zu erforschen und sie für technische Erfindungen zu nützen. Anita Arneitz hat mit ihr gesprochen und schreibt über die so aufregenden wie einfachen Mechanismen, welche uns die Natur vorzeigt (Seite 8).

Für den Lebensart Verlag war 2013 – in mehrfachem Sinne – ein lichtvolles Jahr. Nach der Auszeichnung mit dem TRIGOS dürfen wir uns nun auch über den ASRA für den ersten Nachhaltigkeitsbericht freuen. Zwei bedeutende Preise, die uns Bestätigung und Ansporn zugleich sind. Diese Anerkennung gibt uns Energie und Kraft, um weiter mit Begeisterung bei unserem Tun zu sein – und sie zaubert ebenso wie das Licht ein Lächeln in unsere Gesichter.

Ein lichtvolles Weihnachtsfest und viel Zeit für ruhige Momente
wünscht Ihnen

Annemarie Herzog

Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden. Mehr Informationen