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Bratenduft und Knusperschnitzel

War früher Fleisch an sich eine Besonderheit, muss es heute schon ein ganz besonderes Stück sein, um sich eines Festtags würdig zu erweisen.
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"Fleisch ist immer noch seht beliebt", sagt Motivforscherin Sophie Karmasin. "Auffallend ist, dass Fleisch im Ganzen als hochwertiger gilt, wochentags dominieren dann Fleischgerichte wie Geschnetzeltes oder Faschiertes." BMLFUW

Wenn auch exotische Gerichte in den österreichischen Küchen Einzug halten, bestimmen doch weitgehend traditionelle Essgewohnheiten, was auf den Tisch kommt. Schnitzel und Co zählen nach wie vor zu den Lieblingsspeisen in Österreich und sind sonn- und feiertags kaum zu ersetzen.

Einerseits werden immer größere Mengen Fleisch zu Diskontpreisen vermarktet, anderseits fordern mehr Konsumenten Bio-Qualität. Sophie Karmasin weiß, dass es sich dabei nicht notwendigerweise um verschiedene Menschen handeln muss. Denn für das Festessen greifen auch sehr sparsame öfter zu Bio. Schließlich soll es dann ja besonders gut schmecken.

Preiswert
"Bio-Fleisch ist gar nicht so teuer, wie manche glauben", meint Susanne Leithner. "Davon bleibt in der Pfanne viel mehr übrig! Das müsste man einmal aufrechen!" Auch Veronika Pokorny weiß genau, warum sie hier zugreift: "Aus Umweltgründen, weil es den Viechern besser geht und weil es mir besser schmeckt." Dafür zahlt man doch gerne ein wenig mehr, findet sie - die Bauern sollten schließlich auch etwas verdienen.

Sophie Karmasin erklärt: "Jeder Konsument hat andere Prioritäten. Während bei dem einen Nahrung ganz oben steht, kann das für andere eine reine Nebensache sein. Einschneidende Ereignisse, wie zum Beispiel eine Familiengründung, sind aber für viele oft der Anlass, umzudenken."

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ama
Wer wenig oder kein Fleisch isst, muss trotzdem nicht befürchten, zu wenig Nährstoffe zu bekommen. Eine Reihe an Lebensmitteln bietet ausreichend Ersatz AMA
petri
Petri

Bittersüße Früchte

Ausgedehnte Erdbeerfelder prägen das Bild der Provinz Huelva in Südspanien. Tausende Fremdarbeiter schuften hier, damit wir schon im Winter von den mehr oder weniger süßen Früchten naschen können. In Huelva liegt auch der Nationalpark Donana, eines der schönsten Natur- und Vogelparadiese. Für die Erdbeerkulturen wird so viel Wasser verbraucht, dass der Nationalpark austrocknet. Der Grundwasserspiegel hat sich in den letzten 25 Jahren in Donana um die Hälfte verringert. Die meisten Farmer besorgen sich das Wasser aus illegalen Brunnen, brennen die Wälder nieder und verseuchen den Boden mit Chemie und Plastikplanen.

Erdbeeren im Winter sind ein Luxus mit bitterem Beigeschmack.

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