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Studie: Bio schont die Umwelt

Die Studie „Ökologischer Fußabdruck der Biolandwirtschaft und ihrer Produkte“ zeigt, um wieviel geringer der Druck auf die Umwelt bei biologischer Wirtschaftsweise ist. Erstaunlich: Der größte Unterschied liegt bei Äpfeln

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Bio Austria

Die von der BIO AUSTRIA beauftragte Studie hat ergeben, dass allen untersuchten Produkte in unterschiedlichem Ausmaß einen geringeren Druck auf die Umwelt ausüben als die konventionelle Bewirtschaftung. Bei Rindfleisch ergibt sich die Reduktion des Umweltdrucks von über 60 Prozent aus der Art der Futtermittel und der biologischen Erzeugung derselben. Im Falle der Eier entsteht der Unterschied durch die Verwendung der biologisch erzeugten Futtermischung. Für den geringeren Umweltdruck bei Rohmilch sind – wie beim Rindfleisch – die Art der Futtermittel sowie die biologische Erzeugung der Futtermittel ausschlaggebend. Den Unterschied von rund zwei Drittel geringeren ökologischen Druck bei den Speisekartoffeln machen die Art des Düngers und des Pflanzenschutzes aus. Der erhöhte Maschineneinsatz in der biologischen Bewirtschaftungsweise spielt insgesamt eine geringe Rolle. Dasselbe trifft auf den Körnermais zu, wobei hier vor allem der mineralische Dünger bei der konventionellen Bewirtschaftung stark ins Gewicht fällt. Die stärkste Reduktion des Umweltdrucks ergibt sich bei den Äpfeln. Verantwortlich dafür ist der Einsatz der unterschiedlichen Pflanzenschutzmittel.

Der ökologische Fußabdruck der landwirtschaftlichen Produktion kann also vor allem durch den Ersatz von mineralischen Dünge- und chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln gesenkt werden. Dieser Umstand in der pflanzlichen Produktion wirkt sich direkt auf die tierische Produktion aus. Der Umstieg auf Agrar-Treibstoffe in der Bio-Landwirtschaft würde den ökologischen Druck noch einmal wesentlich verbessern.

Die komplette Studie finden Sie hier:

Fußabdruckrechner: www.fussabdruckrechner.at

Zur Studie:
Die verwendeten Daten stammen von Bio-Betrieben aus ganz Österreich, die sich am Projekt beteiligten und aus dem Standard-Deckungsbeitrags-Katalog. Verglichen wurden jeweils die Standard-Daten (bio und konventionell) und zusätzlich die Daten eines konkreten Bio-Betriebes. Die untersuchten Produkte sind Rindfleisch, Eier, Milch, Speisekartoffel, Körnermais und Äpfel. Mit dem Rechner „Ökologischer Fußabdruck für die Landwirtschaft“ sollen in Zukunft u.a. die vorliegenden Ergebnisse durch eine noch weitere Basis abgesichert werden.
Der Studie zugrunde liegt die Intention, den „Gesamtlebenszyklus“ eines Produktes zu erfassen, also auch ökologischen Druck, der z.B. beim Einsatz von fossiler Energie entsteht, mit einzubeziehen.
Die von BIO AUSTRIA beauftragte Studie „Ökologischer Fußabdruck der Biolandwirtschaft und ihrer Produkte“ wurde nach der Methode des SustainableProcess Index (SPI®) berechnet, einer Art des ökologischen Fußabdrucks, entwickelt von der TU Graz (a.o.Univ.Prof. Dr. Michael Narodoslawsky).
 

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