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Anziehen bitte!

Ein Ökomode Ausflug zu den Topfavoriten der Branche

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Anukoo bringt sportliche Seidentuniken, rot und gelb gestreift, mit modischem Rückenausschnitt Anukoo

Auch wenn ich seit den letzten Jahren viel weniger „Shoppen“ gehe als davor (die Kinder wissen das zu verhindern), liegt mir das Thema Kleidung nach wie vor sehr am Herzen. Kleidung transportiert Einstellungen, Weltansichten, Charakter nach außen. Nicht nur, aber bis zu einem gewissen Grad. Allerdings bleibt der Spaß beim Kleiderkauf auf der Strecke, wenn man sich die Ökobilanz div. Pullover, Jeans und die damit in Zusammenhang stehenden sozialen Ungerechtigkeiten ansieht. Da vergeht einem recht schnell die Lust auf neue Shirts. Schon allein deshalb macht mir die Tendenz, dass in Sachen fairer Mode momentan wirklich etwas weitergeht, sehr viel Freude. Obwohl natürlich auch fair produzierte Kleidung nicht nur umweltfreundlich ist, kann man auf jeden Fall gewissen Dingen, die in der Modeproduktion passieren, aus dem Weg gehen.

Begleiten Sie mich also auf eine Reise zu meinen Topfavoriten
Früher war Ökomode verrufen als graue, schnittlose Säcke, die keinen Spaß machen. Esoterisch, uncool, nicht tragbar. Das hat sich geändert. Aber wie! Keine Spur mehr von Eintönigkeit oder fehlender Kreativität. Wer sich fair und bio einkleiden will, dem offenbart sich in Österreich eine Fülle von Möglichkeiten.

Recycling
Die grundsätzlichen Trends gehen derzeit in Richtung gerade, schlichte, aber trotzdem sehr spezielle Schnitte mit starken Farben. Zeitlos, leger und elegant zugleich. Ein Thema, das derzeit unübersehbar ist, ist Mode aus recycelten Stoffen. Wer sich umsieht, bekommt mit, dass immer mehr Designer auf ausgemusterte Stoffe zurückgreifen, um daraus neue, spezielle und einzigartige Stücke zu kreieren. Bestes Beispiel dafür ist das Wiener Label „MILCH“. Willkommen am Yppenplatz im 16. Wiener Gemeindebezirk. Cloed Priscilla Baumgartner versteht sich darauf, aus alten Herrenhosen und Hemden Kleider, Blusen, Hosen und Kappen zu nähen, die so kaum wo zu sehen sind und einen Stil zwischen Boylook und feminier Lässigkeit entstehen lässt. Mit dem Schlagwort „Upcycling“ macht MILCh ausgemusterte Ware mehr als tragbar. So entstehen zum Beispiel Hosen- und Hemdenkleider aus alten Herrenanzügen.

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Deerberg: Bedrucktes Shirt mit floralem Muster, in bequemer Weite, aus einem angenehmen Modal-Baumwoll-Gemisch. Deerberg

Sozialprojekt
Mit einem Sozialprojekt im Vordergrund arbeitet das Label „Anzüglich“. Wir befinden uns im 6. Bezirk in der Theobaldgasse 9, wieder in Wien. Das Grazer Geschwisterpärchen lässt ihre Modestücke in Peru von gehörlosen Frauen nähen und vereint damit gute Sache mit guter Mode.

Besonders tragbare, faire Mode bietet auch das Label „Maronski“, das zu meinen Favoriten zählt, nicht nur, weil die Kleidung via Onlineshop erhältlich ist. Martina Meixner designt selbst und lässt in Österreich, der Slowakei und Tschechien produziert. Herauskommt dabei ein Mix aus lässiger Mode mit klaren Schnitten und vielseitiger Tragbarkeit, der zu sehen ist in ihrem Shop in der Lindengasse in 1070 Wien. Ihre Specials sind u.a. ein Kleid mit zusätzlichen Trägern, das verschiedenste Möglichkeiten bietet, getragen zu werden. Außerdem viele Röcke, die auch als Kleider gehen und umgekehrt. Dabei stehen stets starke Farben im Vordergrund.

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Anzüglich: Klare Formen, bekennende Farben und eine gerade, zeitlose Schnittführung betonen den Körper. Anzüglich

Wie man sieht, Ökomode hat schon lange nichts mehr mit Alpakahaube, Batik oder Jute-Säcken zu tun. Ökomode macht Spaß und sieht gut aus. Viel Freude beim Einkaufen!

Online Shops
Und hier noch ein paar Online-Tipp, für all jene, die keinen Shop in ihrer Nähe haben (oder auch von div. kleinen Menschen umgeben sind, die keinen Spaß am Einkaufen haben):

www.greenality.de
www.brainshirt.eu
www.milch.mur.at
www.maronski.at
www.deerberg.at
www.katuni.at

LEBENSART-TIPP:
Grundsätzlich sollten Sie beim Kleiderkauf stets auf das GOTS-Siegel (Global Organic Textile Standard) achten, das bescheinigt Korrektheit am ganzen Weg von der Pflanze zum fertigen Shirt. Damit liegen Sie immer richtig.

Autorin: Michaela Grininger

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