NACHHALTIG REISEN

Foto: www.grenzgaenge.com

GRENZGÄNGE

Diese lange Reise rund um Österreich zeigt, dass man auch mit einem kleinen globalen Fußabdruck sehr weit kommen und viel erleben kann, ohne Ressourcen zu verschwenden.

mehr

LEBENSART BLOG

DIE AKTUELLE FRAGE

Grüne Geldanlage: Spielt bei Ihren Sparformen Nachhaltigkeit eine Rolle?
 

mehr

Wenig Fairness in der Sportbekleidungsindustrie

02.04.2008:

1.4.2008. Die Sommerspiele in Peking und die EURO 2008 versprechen den Sportbekleidungsherstellern massive Gewinne. Welche Gewinne haben die ArbeiterInnen, welche weltweit Sportbekleidung und Merchandising-Artikel produzieren, zu erwarten?

Foto: Play Fair
Vera Lischka, Ex-Schwimmeuropameisterin, engagiert sich für Play Fair 2008

Die ArbeiterInnen, die Sportbekleidung und Merchandising-Artikel für die sportlichen Großevents herstellen, kommen durch die nahenden Sportevents noch mehr unter Druck, wie der Play Fair 2008 Report zeigt: "Wir sind so erschöpft, weil wir versuchen, die Olympia-Taschen rechtzeitig fertig zu bekommen! Wir arbeiten alle bis spät abends. Und am nächsten Tag sind wir trotzdem um 7:30 Uhr wieder bei der Arbeit!", beschreibt eine Arbeiterin der chinesischen Fabrik Eagle Leather Products ihren Alltag. Trotz dieses Arbeitspensums bekommen die ArbeiterInnen, die diese Taschen herstellen, nur 2,4 Euro am Tag. Zu wenig, um ein menschenwürdiges Leben führen zu können.

Ausbeuterische Arbeitsbedingungen findet man aber nicht nur in China. Ebenso ergeht es den ArbeiterInnen in der aufstrebenden Fußballindustrie in Jalandhar, Indien oder den Näherinnen von T-Shirts in Bangladesch. Dabei sind die Umsätze der führenden Sportbekleidungshersteller in den letzten vier Jahren um bis zu 250 Prozent gestiegen. "Für die Arbeiterinnen und Arbeiter hat sich nicht viel verbessert. Lange Arbeitszeiten, Hungerlöhne und gesundheitsgefährdende Arbeitsbedingungen prägen noch immer ihren Alltag." klagt Michaela Königshofer, Koordinatorin der Clean Clothes Kampagne.

Sportinstitutionen, wie das Internationale Olympische Komitee (IOC), die durch Sponsoren- und Lizenzverträge großen Einfluss haben, sollten deutlich mehr Verantwortung für die Arbeitsbedingungen der Branche zeigen. "Das IOC sollte nicht nur gegen den unfairen Wettkampf im Sport auftreten, sondern sich auch für mehr Fairness für die Arbeiterinnen und Arbeiter einsetzen.", fordert Vera Lischka Ex-Schwimmeuropameisterin, die sich für Play Fair 2008 engagiert.

Die Kampagne Play Fair 2008 tritt gegen die weltweite Ausbeutung von ArbeiterInnen in der Sportbekleidungsindustrie auf und fordert Sportinstitutionen wie das Internationale Olympische Komitee und alle Unternehmen auf, sofortige Schritte für die Verbesserung der Lage der ArbeiterInnen zu setzen. Die ArbeiterInnen in China, Bangladesch und Indien brauchen die Stimmen der europäischen KonsumentInnen für faire Arbeitsbedingungen in der Sportbekleidungsindustrie.

 

Sie wollen Play Fair 2008 unterstützen?

Senden Sie ein SMS mit dem Text "Play Fair" und ihrem Namen an 0699/115 33 137, oder ein E-Mail über www.cleanclothes.at/playfair

Weitere Infos: www.cleanclothes.at, Tel: 01/4055515-306

drucker  email  Kommentieren (0) Kommentare