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Von der Zinskaserne zum Passivhaus

04.07.2008:

Im großvolumigen Wohnbau hinkt das Angebot der Nachfrage hinterher. Wer rasch günstigen Wohnraum sucht, darf nicht wählerisch sein.

Foto: Robert Koch
Beim Wohnungsangebot im großvolumigen Wohnbau gibt es gewaltige Qualitätsunterschiede.

 

Eigentlich wäre das Wohnen im großvolumigen Wohnbau eine nachhaltige Sache: Geringere Kosten und Materialeinsatz, weniger Zersiedlung der Landschaft und Bodenversiegelung, leichtere Erschließbarkeit mit dem öffentlichen Verkehr und positive Effekte in Sachen Klima. Doch die meisten Österreicher leben lieber im eigenen Häuschen im Grünen. Gerade einmal jedes zehnte der über zwei Millionen österreichischen Häuser beherbergt drei oder mehr Wohnungen - und die Hälfte aller Haushalte.

Vereinzelt werden bis heute Wohnhausanlagen mit dem Flair einer durchlöcherten Schuhschachtel oder einem zu groß geratenem 08/15-Einfamilienhaus gebaut. "Der großvolumige Wohnbau zählt nicht wirklich zur Architektur", ätzt Architekturkritiker Walter Zschokke. "Man neigt dazu, seriell zu bauen, um Kosten zu sparen. Und die Architekten oder Planungsbüros, die am seriellsten arbeiten, haben die größten Chancen. Ein differenziertes Bauwerk muss nicht unbedingt teurer sein, aber der Architekt muss mehr arbeiten." Nicht alle Baumeister würden die großen Formen beherrschen, und oft fehle es am Gespür für das richtige Gebäude am richtigen Ort.

 

Immer mehr Bauträger bemühen sich allerdings, den gestiegenen Ansprüchen an Architektur, Ausstattung, Sicherheit, Wohngesundheit und/oder Ökologie gerecht zu werden. Manche Bauträger lassen die Umweltfreundlichkeit ihrer Neubauobjekte in einem Ökopass des Instituts für Baubiologie und -ökologie festhalten. Mehr Transparenz für Wohnungskäufer und Mieter wird ab nächstem Jahr der Energieausweis für Gebäude bringen.

 

Sanieren, aber richtig

Was die ökologischen Qualitäten betrifft, reicht das Angebot von katastrophal bis hervorragend. Besonders schwierig ist die Sanierung von Objekten mit mehreren Eigentümern. Denn dazu ist zumindest ein Mehrheitsbeschluss nötig, in manchen Bundesländern sogar ein einstimmiger. Und auch der Großteil der Hausverwaltungen hütet sich, energetische Sanierungen anzuregen. Das würde zwar den Bewohnern Vorteile einbringen, den Hausverwaltungen jedoch lediglich einen massiven Arbeitsaufwand. Allerdings gibt es bis Jahresende für sanierungswillige Bauträger und Hausverwaltungen ein Beratungs- und Unterstützungspaket im Rahmen des klima:aktiv-Programms "wohnmodern".

 

Lesen Sie mehr in der lebensART Juli 2008

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Sag mir, wo die Vögel sind

Gartenspatzen und Amseln singen noch fröhlich, aber Feldlerchen und Goldammern machen sich schon rar. Viele Vögel sind gar vom Aussterben bedroht. Durch das Ausbreiten der chemisierten Landwirtschaft geht die Zahl der Vögel und Vogelarten stark zurück. Auf den landwirtschaftlichen Brachflächen, die bisher noch ein Insekten- und Vogelparadies waren, werden zunehmend Energiepflanzen angebaut.

Um die europäische Artenvielfalt zu retten, ist es notwendig, mehr zusammenhängende Naturschutzgebiete und Brachflächen zu schaffen und die Biolandwirtschaft voranzutreiben.

Informationen über den Gefährdungs- und Schutzstatus unserer Tier- und Pflanzenarten im Netz: www.umweltbundesamt.at

Durch die Klimaveränderung wird sich auch die heimische Tierwelt ändern. Während anpassungsfähige Arten durchaus von den veränderten Bedingungen profitieren, ziehen weniger flexible den Kürzeren.

Gewinner und Verlierer im Klimawandel: www.nabu.de

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