Vom Wert der Dinge
Alles hat seinen Preis und jeder von uns gibt Dingen seinen individuellen Wert. Wie Preise zustande kommen, ist für normale Konsumenten oft schwer durchschaubar. Nicht immer haben der tatsächliche Preis eines Produkts und sein Wert etwas miteinander zu tun.
Ungeliebte Sperrmüllbrigaden
Istvan Erkel lebt in einem kleinen Dorf nahe der österreichischen Grenze. Im Schnitt einmal pro Woche startet er mit seinem VW-Bus die große Tour zu den reichen Nachbarn. Was bei uns auf den Sperrmüll wandern soll, hat für Istvan Erkel enormen Wert. Möbel, ausgediente Elektrogeräte, Spielzeug, Autozubehör, Fahrräder, aber auch Kleidung und Schuhe verschwinden auf der Ladefläche. Mit handwerklichem Geschick und oft improvisierten Ersatzteilen werden die Mitbringsel im Keller zu Hause in Ungarn wieder in Schwung gebracht und weiter verkauft. Die Sperrmüll-Brigaden aus Osteuropa sind zwar ungeliebt, machen aber in Hinblick auf nachhaltige Stoffkreisläufe durchaus Sinn. In vielen Gemeinden bleibt tatsächlich nur mehr ein Bruchteil des weg geworfenen Sperrmülls zur Entsorgung übrig.
Wer billig kauft, kauft gut?
Der Wunsch, billig zu kaufen, ist so alt wie die Idee des Sommerschlussverkaufes. Der Kampf am Wühltisch endet aber mitunter mit einem bösen Erwachen zu Hause. Preis und Wert sind zwei grundverschiedene Angelegenheiten. Der Preis sagt nicht alles über ein Produkt. Ein gutes Beispiel dafür ist die Preisgestaltung in der Landwirtschaft.
Familien geben immer weniger Geld für Nahrungsmittel aus. Flossen in Deutschland 1980 noch 16,7 Prozent des Haushaltseinkommens in den Einkauf im Supermarkt, so sank der Anteil auf 11,4 Prozent im Jahr 2004. In den 50er Jahren wurde sogar noch die Hälfte des Lohns in Essen und Trinken investiert.
Tausch der Talente
Tauschkreise sind ein Alternativmodell zur Marktwirtschaft. Dabei werden Dienstleistungen und Waren ohne Bargeld getauscht. Die Tauschkreise sind als Vereine organisiert. Jedes Mitglied hat sein eigenes Stundenkonto, die Guthaben sind bei jedem beliebigen Mitglied durch den Bezug einer Gegenleistung einlösbar.
Lesen Sie mehr in der Lebensart April 2007
Signal auf Grün
Wer auch immer 2008 George W. Bush als US-Präsidentin oder Präsident nachfolgt, wird sich dem Thema Klimaschutz stellen müssen.
In seiner Rede zur Lage der Nation 2007 bekannte sich George W. Bush zur Senkung des Benzinverbrauchs und zur Einführung alternativer Energietechnologien - und hat überhaupt erstmals das Wort "Klimawandel" in den Mund genommen, ohne es als Hirngespinst abzutun. Allerdings wird des Präsidenten Rede von den meisten Kommentatoren eher den Mehrheitsverhältnissen in Senat und Kongress zugeschrieben als einem echten Sinneswandel.
In der amerikanischen Bevölkerung ist das Klimabewusstsein dagegen schon ausgeprägter. Der Großteil der US-Bürger ist inzwischen überzeugt, dass wir uns bereits mitten in einem Klimawandel befinden. Und, so sagen es verschiedene Umfragen, eine Mehrheit plädiert für sofortige Maßnahmen.



