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Verpackungen aus Bioplastik

27.05.2010:

In Biokunststoff verpackte Lebensmittel bleiben länger frisch. Doch nicht immer ist die Verwendung von Biokunststoff sinnvoll.

Foto: IBAW

Erdöl dient als Rohstoffquelle für die Herstellung von herkömmlichen Kunststoffen. Dieser Rohstoff ist jedoch begrenzt verfügbar und bei der Verbrennung von Erdölprodukten entstehen klimaschädliche Emissionen. Kunststoffe, die auf Basis von nachwachsenden Rohstoffen produziert werden, sind also eine interessante Alternative zu Erdölprodukten.

 

Biokunststoffe aus Stärke sind aufgrund ihres guten Preis-Leistungsverhältnisses am Markt besonders stark vertreten. Die Rohstofflieferanten dafür sind hauptsächlich Mais, Weizen und Kartoffeln. Es gibt aber noch einige andere Rohstoffe für Biokunststoffe wie Stroh, Bambus, Gräser, Flachs und Zucker.

 

Anwendungsgebiete 

Derzeit kommen Biokunststoffe hauptsächlich für die Herstellung von Säcken, Bechern, Folien, Geschirr, Besteck, Pflanzentöpfen oder auch Operationsmaterial wie Nähfäden und Schrauben zum Einsatz.

Es gibt sowohl biologisch abbaubare, als auch biologisch nicht abbaubare Biokunststoffe. Biologisch abbaubare Biokunststoffe eigenen sich besonders für kurzlebige Produkte wie etwa Mulchfolien für die Landwirtschaft oder Pflanztöpfe für den Gartenbau. Biologisch nicht abbaubare Biokunststoffe haben den Vorteil, dass sie für langlebige Produkte einsetzbar sind. So können Mehrwegprodukte wie Transportkisten oder Getränkebecher erzeugt werden, die das Müllaufkommen verringern.

 

Länger haltbar in Bio-Verpackung

Als Verpackung für Lebensmitteln haben Biokunststoffe einen großen Vorteil: Durch die besonderen Eigenschaften von Biokunststoffen halten Obst, Gemüse, Brot und Gebäck länger frisch. Die längere Haltbarkeit kann die Menge verdorbener Lebensmitteln verringern, die sonst ungenutzt weggeworfen wird.

 

Nicht immer von Vorteil

Achtung, die Verwendung von Biokunststoffen ist nicht automatisch ökologisch sinnvoll! Zum Beispiel schneidet ein Einwegbecher aus Biokunststoff in Ökobilanzen deutlich schlechter ab als ein Mehrwegbecher aus konventionellem Plastik. Aus ökologischer Sicht ist es am besten, Kunststoffabfälle generell zu vermeiden.

Für den Einsatz von Biokunststoffen im großen Stil ist zu bedenken, dass die dafür benötigten Anbauflächen nicht die Anbauflächen für Nahrungsmittel in ärmeren Ländern verringern sollen.

 

Zum Weiterlesen:

Bioplastik aus Kraut und Rüben


Weitere Infos und Infoblatt "Bio-Kunststoffe" zum Download:

www.umweltberatung.at

 

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