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Renovieren Teil 4: Neue Fenster braucht das Haus

04.02.2009:

Durch die Ritzen pfeift der Wind, die Flügel beginnen zu scheppern, der Rahmen ist außen schon etwas angemodert und auf dem Fensterglas wachsen Eisblumen. Was vielleicht noch als romantische Winteridylle durchgeht ist eigentlich ein Alarmzeichen. Neue Fenster braucht das Haus!

Foto: UB
Umweltberater Ignaz Röster hat beim Renovieren seines alten Hauses vor allem aus optischen Gründen Kastenfenster eingebaut.

Energie sparen ist angesagt. Doch durch undichte Fenster geht eine Menge an Heizenergie verloren. Aber so eigenartig das auch klingen mag - undichte Fenster sorgen dafür, dass die Räume ständig be- und entlüftet werden, was das Raumklima verbessert. "Sobald Sie neue, dichte Fenster einbauen, müssen Sie selbst für ausreichende Lüftung sorgen," berichet Umweltberater Ignaz Röster. "Vor allem muss die Feuchtigkeit raus. Wenn Sie zu wenig oder falsch lüften, werden Sie über kurz oder lang Probleme mit Schimmel bekommen. Die Feuchtigkeit, die in der Wohnung beim Kochen oder beim Duschen entsteht, hat sich bisher als Kondensat an den Fensterscheiben abgelegt. Die Fensterscheiben sind deshalb angelaufen, weil das die kältesten Flächen waren. Bei einem Wärmeschutzglas muss das nicht mehr der Fall sein. Sind die Flächen rund um das Glas - sei es der Rahmen oder die Laibung - kälter als das Glas, kondensiert das Wasser dort. Dass die unmittelbare Umgebung des Fensters feucht ist, merkt man anfangs gar nicht, sondern erst, wenn die Fensternische schwarz vor Schimmel wird."


Röster empfiehlt daher, bei einem Fenstertausch unbedingt auch die Außenwand zu dämmen. Wo das - wie z.B. bei alten, sehr stark gegliederten Fassaden - nicht möglich ist, sollte eine Innendämmung angebracht werden.


Richtiger Einbau
Bei richtig eingebauten Fenstern in Kombination mit einer Dämmung der Aussenwand hat der Schimmel wenig Chance. Richtig heißt, dass die neuen Fenster bündig an die ungedämmte Außenkante der Fassade anschließen und die Außendämmung mindestens über den halben Fensterstock gezogen wird. "Das sieht dann auch bei Dämmstärken von 15 bis 20 cm gut aus. Sitzt das Fenster weiter drinnen, wirken die Augen des Hauses ziemlich hohl."


Lesen Sie mehr in der lebensART Februar-März 2009

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Komfort-Lüftung
Sind die Fenster einmal dicht, muss ganz besonders auf das regelmäßige Lüften geachtet werden. "In der Praxis ist das jedoch nur schwer einzuhalten. Wer steht schon in der Nacht alle zwei Stunden auf, um die Fenster zu öffnen?," stößt Röster an die Grenzen dessen, was den Wohnungsbenutzern zugemutet werden kann.
Genau diesen Komfort, dass die feuchte, stickige Luft abgesaugt und frische Luft regelmäßig zugeführt wird, könnte auch eine automatische Lüftungsanlage übernehmen. Röster: "Die Technik besteht im Wesentlichen aus zwei Ventilatoren und ist einfacher als eine Klimaanlage im Auto. Viele meinen auch, dass man dann keine Fenster mehr öffnen darf, was aber nicht stimmt. Im Sommer, bei warmer Witterung können die Fenster stundenlang offen stehen. Im Winter hat man ohnehin keine Lust, die Fenster zu öffnen. Und genau da sorgt die Lüftungsanlage für eine optimale Luftqualität."


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