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Renovieren Teil 3: Feuchte Mauern

03.12.2008:

Feuchte Mauern sind die Nagelprobe bei der ökologischen Sanierung eines Althauses. Bevor eine Wärmedämmung aufgebracht wird, müssen die Mauern trocken sein. "Eingesperrte" Feuchtigkeit bringt jede Menge Probleme mit sich.

Foto: J.Stock/www.Fotofolia.com
Irgendwo muss das Wasser hin: ältere Häuser haben immer wieder Probleme mit Feuchtigkeit.

Häuser, die nach 1900 gebaut wurden, sind meist trocken, wenn nicht ein grober Baumangel vorherrscht. Natürlich gibt es immer wieder lecke Wasser- und Abwasserrohre, die aufgrund von Materialermüdung einen Wasserschaden verursachen. "Ältere Häuser jedoch haben immer wieder Probleme mit Feuchtigkeit", berichtet Umweltberater Ignaz Röster. "Denn vor 1900 gab es noch keine Horizontalisolierungen. Die unterirdischen Fundamente wurden mit Steinen und Mörtel errichtet. Über der Bodenkante wurde mit Ziegeln weitergebaut. Das war an sich sinnvoll, weil die Steine im Gegensatz zum Ziegel keine Feuchtigkeit transportieren. Über die Mörtelfugen konnten allerdings geringen Feuchtigkeitsmengen aufsteigen und sich immer weiter nach oben ausbreiten."

Mit dieser Feuchtigkeit haben die Häuser viele Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte gut gelebt. Sie ist einfach im Sockelbereich nach außen verdunstet. Die im Wasser mittransportierten Salze haben sich im Putz abgelagert und diesen im Winter aufgesprengt. Damit wurde der Sockel unansehnlich und mußte erneuert werden. Das war auf die Dauer lästig, es mussten "bessere" Putze her. Harte Zementputze haben dann zwar ewig gehalten, das Problem wurde dabei nur weiter nach oben verlagert. Röster: "Die Feuchtigkeit muss irgendwie aus der Mauer raus, das ist dann halt oft in die Räume nach innen geschehen. An den feuchten Wänden hat sich der Schimmel angesetzt. Wer solche Mauern dämmen will, muss vorher die Feuchtigkeit in den Griff bekommen."

Voraussetzung für eine Sanierung ist die exakte Befundung: Steigt ganz normale Bodenfeuchte von unten im Mauerwerk auf oder drückt das Wasser von einem Hang gegen die Fundamentmauer? Auf jeden Fall müssen einmal die Oberflächenwässer weg vom Haus. Röster: "Es darf nicht sein, dass sich die Mauer bei jedem Regen ansäuft, nur weil das Wasser über einen gepflasterten Weg oder eine kaputte Dachrinne direkt zum Haus geleitet wird. Ich erlebe auch immer wieder Situationen, wo das Dachwasser zwar über eine Regenrinne abgeleitet, unten aber nicht weggeleitet wird. Das ganze Dachwasser bewässert damit direkt das Mauerwerk."


Lesen Sie mehr in der lebensART Dezember 08/Jänner 09


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Schimmelkämpfe
Tausend Mal urgiert, tausend Mal is nix passiert


Lisa Huber wohnt seit 2001 in einer Genossenschafts-Dachwohnung mit großen Fenstergaupen. Bereits im ersten Winter beginnt in den Fensterlaibungen, im Sockelbereich der Zimmer, an den Dachschrägen und im Bereich der Gaupen der Schimmel zu wachsen. Der Schimmelbfall wird von Jahr zu Jahr schlimmer. Jedes Jahr muss Lisa den Schimmel abkratzen und die Wände neu ausmalen. Bei der Beschwerdestelle der Wonhungs-genossenschaft ist sie Stammkundin. Die Auskunft ist immer die gleiche: "Da müssen Sie halt mehr lüften!". Einmal hat man unter der Fensterbank außen eine Dichtungsmasse angebracht. Das hat nichts genützt, genauso wie Lisas akribische Lüfterei, mit der sie schon lange die ganze Familie vergrämt.

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