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Österreich in internationalen Umweltrankings ex aequo mit der Slowakei auf Platz 2

05.08.2010:

WKÖ vergleicht vier renommierte Ökologie-Erhebungen über EU-Mitgliedsstaaten

Ein großer Teil des Wirtschaftswachstums in Europa kommt mit weniger Ressourcenverbrauch zustande: Die Entkoppelung zwischen Wachstum und Ressourcenverbrauch schreitet voran“, sagte Stephan Schwarzer, der Leiter der Abteilung für Umwelt- und Energiepolitik der Wirtschaftskammer Österreich, im Rahmen der Präsentation. „Die Wirtschaft ist zwischen 1995 und 2008 um mehr als 30 Prozent gewachsen, während die Treibhausemissionen im selben Zeitraum nur um knapp acht Prozent zugenommen haben.“ Gemeinsam mit Christoph Haller, dem Nachhaltigkeitskoordinator der WKÖ, präsentierte Schwarzer, eine Zusammenschau der Ergebnisse von vier renommierten Erhebungen in Sachen Ökologie und Nachhaltigkeit in Europa.

 

Die Basis der Erhebung

Grundlage dieses „Super-Umweltrankings“ sind die aktuellen internationalen Ökologievergleiche zweier amerikanischer Universitäten (Yale und Columbia), der Umweltorganisation World Wide Fund For Nature (WWF), der Zürcher Kantonalbank sowie ein Vergleich der WKÖ. Drei dieser Reihungen basieren auf einer Vielzahl von Indikatorenbündeln aus unterschiedlichen Umweltbereichen. Die vierte Untersuchung, jene des WWF, stützt sich auf den „ökologischen Fußabdruck“.

Zum Ländervergleich

Hintergrundinformationen

 

Österreich auf Platz 2

Österreich verdankt es diese Top-Performance dem Anteil der erneuerbaren Energiequellen, der Energieeffizienz, dem Umweltmanagement sowie dem biologischen Landbau. Dazu kommen solide Bewertungen in den meisten anderen Disziplinen“, so Nachhaltigkeitskoordinator Haller.


Die Schwächen

Schwächen weist Österreich im Klimaschutz, bei Stickoxidemissionen (Luftverschmutzung), Abfall und dem deutlich zu hohe Ressourcenverbrauch auf (Ökologischer Fußabdruck).


Trend: Nachzügler holen auf

„Die neuen EU-Mitgliedstaaten – wie im konkreten Fall etwa die Slowakei - machen konstant gute Fortschritte. Dadurch verflacht das Gefälle zwischen Vorreitern und Nachzüglern insgesamt weiter.“ Das schreiben Schwarzer und Haller unter anderem der fortschreitenden Harmonisierung der Umweltpolitik auf europäischer Ebene zu.


Die Wünsche der WKÖ

Von der österreichischen sowie gesamteuropäischen Umweltpolitik wünscht sich die WKÖ Dreierlei: ein Nachlassen der überbordenden Reglementierungsintensität, planbare Rahmenbedingungen für Investoren sowie drittens eine kluge Absicherung des Wirtschaftsstandorts Österreich – Stichwort „Green Jobs“. Neue Arbeitsplätze entstehen nur in einem positiven Wirtschaftsklima. Ein Beispiel ist die thermische Sanierung, die sowohl für Wirtschaft und Beschäftigung als auch für die Umwelt positive Effekte bringt. Ein Drittel der Nachfrage der Umwelttechnikbranche kommt aus dem Inland. Umwelttechnikbetriebe können nicht florieren, wenn Industriebetriebe wegen überhöhter Kosten an andere Standorte ausweichen müssen. „Deshalb muss Österreich auch für die Industrie – und da auch für die energieintensiven Betriebe - ein attraktiver Wirtschaftsstandort bleiben“, unterstrich Schwarzer.

Weitere Informationen

Mag. Christoph Haller MSc
Nachhaltigkeitskoordinator der WKÖ
E-Mail: christoph.haller@wko.at

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