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Mobilitäts-ARTistInnen

17.10.2008:

lebensART hat Menschen befragt, die über den Klimaschutz nicht nur reden sondern selbst einen ganz konkreten Beitrag zu einer zukunftsfähigen Mobilität leisten. So verschieden wie die jeweilige Lebenssituation sind auch die kreativen Lösungen:

Foto: privat
Oliver und Gabriele Hromada, Kärnten

Oliver & Gabriele Hromada, Eurosolar Kärnten
Wir leben 20 km außerhalb von Klagenfurt und pendeln jeden Tag. Weil das mit Bus oder Bahn nicht geht, haben wir 2005 ein Elektroauto, einen Peugeot 106, angeschafft. Die Reichweite von 100 km reicht völlig aus. Neben dem ökologischen Effekt ist auch die Kostenersparung faszinierend. Unsere monatlichen 2.000 km kosten uns Euro 35,- Solarstrom, das Elektroauto ist steuerbefreit, die Versicherung beträgt Euro 65,- pro Jahr und die Wartungskosten gehen gegen Null. Interessant ist auch die Lebensdauer: Die Batterie hält 300.000 km und der Elektromotor 6 Mio km. Jetzt stehen wir gerade einmal bei 83.000 km.


Hannes Ametsreiter, Telekom Austria und mobilkom austria
Wir bieten verschiedene Videokonferenzsysteme an und verwenden sie auch selbst. Im letzten Jahr haben wir dadurch viel Zeit und umgerechnet 400.000 km an Reisen eingespart. Ein Computer mit Breitbandinternet-Anschluss, ein Kopfhörerset mit Mikrofon und eine Webcam reichen schon aus, um eine Online-Konferenz vom eigenen Arbeitsplatz aus durchzuführen. Und woran man im ersten Moment vielleicht gar nicht denkt, Online-Meetings können gespeichert werden. Man hat also gleich eine Projektdokumentation zur Hand, und wer die Konferenz versäumt hat, kann die Besprechung zu einem späteren Zeitpunkt abrufen.


Sonja Ammann, Klima- und Energiefonds
Wir leben seit 1999 in der autofreien Siedlung in Wien Floridsdorf, weil wir es als besondere Freiheit erleben, kein Auto zu haben: Wir brauchen kein Geld für Kauf, Versicherung und Steuer, kein Kümmern um Reparaturen oder Parkplatz. Im Zug oder der U-Bahn kann ich während der Fahrt lesen, tratschen, schlafen und noch vieles mehr. Wichtig ist es, seine Wege klug zu wählen und das gesamte Angebot an Mobilität vom Fahrrad über die Bahn bis hin zum Taxi auszuschöpfen.

Volker Dobringer, Gilles Biomasseanlagen
Ich habe 6 km in die Arbeit, das ist eine ideale Distanz zum Radeln. Allerdings ist die Strecke ziemlich hügelig, und verschwitzt will ich im Büro natürlich nicht ankommen. Daher habe ich ein E-Bike gekauft, das ist ein Fahrrad mit unterstützendem Elektromotor. Toll war die Förderung durch das Land OÖ und Ökostrom. Ich brauche kaum länger als mit dem Auto, weil ich Abkürzungen nutzen kann, bewege mich regelmäßig und die Mittagspause genieße ich jetzt viel öfter am See.

 

Wolfgang Exler begleitet mit weiteren Eltern 25 Kinder in die Volksschule
Vor zwei Jahren hat uns "die umweltberatung" auf die Idee gebracht, dass unsere Kinder den 1,5 km langen Schulweg auch zu Fuß gehen könnten. Mittlerweile entdecken ca. 25 Kinder aus den Gemeinden Ulrichskirchen und Schleinbach jeden Freitag die frisch gefallenen Kastanien, pflücken reife Kirschen oder sehen einem Bauern beim Pressen des Traubensaftes zu. Besonders schön ist, dass die Kinder ihren Heimatort "erobern", ihn sich als Lebensraum vertraut machen und sich viel selbstständiger und selbstverständlicher zu Fuß oder mit dem Rad bewegen.


(Bild: Mag. Wolfgang Exler, Julian Hackl, Thomas Exler, Johanna Exler, Armin Scheck, Veronika)

 

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