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Mehr Spritzmittel durch Gentechnik

03.02.2010:

In den USA ist der Verbrauch von Spritzmitteln durch den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen deutlich gestiegen.

Foto: Istockphoto
Der Einsatz der Gentechnik schädigt massiv unsere Umwelt: Mit dem Einsatz gentechnisch veränderter Pflanzen steigt der Spritzmittelverbrauch.

"Der hohe Pestizidverbrauch hängt mit dem raschen Ausbreiten von Unkräutern zusammen, die eine Resistenz gegen Glyphosat, den Wirkstoff von Monsanto's Roundup Ready, entwickelt haben", erklärt Dr. Charles Benbrook in seinem aktuellen Report. Resistente Unkräuter breiten sich inzwischen über Millionen von Hektar aus.
So auch das Superunkraut Amaranthus Palmeri, das mehr als doppelt so viele Samen wie andere Unkräuter produziert. Jens Karg, Gentech-Sprecher von GLOBAL 2000: "Noch vor wenigen Jahren konnte Amaranthus Palmeri mit nur einer Spritzung bekämpft werden. Heute müssen die Äcker sechs bis acht Giftduschen ausgesetzt werden ", so Karg. „Es wird sogar die Uralt-Gifte Paraquat und 2,4 D wieder eingesetzt, ein Stoff, der im Vietnamkrieg als "Agent Orange" verwendet wurde.“

Wie GLOBAL 2000 vorliegt, hat ein Mitarbeiter von Monsanto eben diesen Zusammenhang nun erstmals in einem Bericht des Amerikanische Wissenschaftsjournal 'Proceedings of the National Academy of Science' (PNAS) eingestanden. Es wird darin der Mechanismus der Resistenz des Unkrauts Amaranthus Palmeri beschrieben, das gegen das Unkrautvernichtungsmittel Roundup resistent geworden ist. Das Unkraut hat Resistenzgene erworben und kopiert diese, um immer höheren Dosen von Unkrautvernichtungsmittel zu widerstehen. Mindestens sechs bis acht Spritzungen verkraftet das Unkraut laut dieser Studie unbeschadet.
"Obwohl Monsanto in wissenschaftlichen Kreisen zu gibt, dass die Unkräuter auf den Gentech-Äckern außer Kontrolle sind, wird den Farmern weiterhin das Märchen von den mit Gentechnik erzeugten Wunderpflanzen erzählt", kritisiert Karg. Denn nach wie vor preist der Konzern auf seiner Homepage 'die Vorteile der Verbesserten Unkrautkontrolle' von Gentech-Baumwolle und Gentech-Soja an, die resistent gegen das Unkrautvernichtungsmitel Roundup sind - kein Wort darüber, dass es gravierende Probleme gibt. "Diese Entwicklung in den USA sollte auch für die EU Warnung sein. Für Österreich heißt das ganz klar, unser Gentech-kritischer Kurs muss gehalten werden. Er ist der Garant für den Schutz der guten heimischen Landwirtschaft", so Karg.

Der Anbau von GVO-Mais, Soja und Baumwolle hat in den USA seit der Einführung der Gentechnik zu einer Steigerung des Pestizidverbrauchs um 144.000 Tonnen geführt. Dadurch entstehen für Landwirte höhere Kosten und teilweise auch Ertragsverluste.

Weitere Infos:
www.global2000.at, Tel.: 0699/14 2000 20
Bericht des Amerikanischen Wissenschaftsjournals "Proceedings of the National Academy of Science" (PNAS):
http://www.pnas.org/content/early/2009/12/10/0906649107.full.pdf+html

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