LEBENSART BLOG

DIE AKTUELLE FRAGE

Entspannen, Abenteuer oder Fernreise: Welchen Urlaub planen Sie heuer?
 

mehr

Mediencontest: Jugend und Nachhaltigkeit

19.10.2009:

Beim Mediencontest und Kreativwettbewerb des FORUM Umweltbildung haben Jugendliche das Thema Nachhaltigkeit aus ihrer Perspektive erarbeitet. Ihre Statements finden sich als Motto auf coolen T-Shirts und “tragfähigen“ Taschen oder in provokanten Videospots.

1. Michaela Kainz, 24 Jahre, E-Card Bangladesh und Tasche „Sock-Shopper“

„Das Öko-Tanten Image der Nachhaltigkeit muss weg!“
„Nach einem FÖJ - dem freiwilligen ökologischen Jahr - und meiner Begeisterung für Medien und Grafik, war der Wettbewerb genau das Richtige für mich. Hier konnte ich Ökologie mit Design verbinden, meine Arbeiten einem größeren Publikum vorstellen und eine Einschätzung meines Könnens erhalten.
Während meines FÖJ habe ich mit Kollegen eine Wohnung geteilt. Trotz kleiner Finanzen konnten wir halbwegs nachhaltig leben. Junge Menschen, die erstmals eine eigene Wohnung beziehen, haben keine Erfahrung und wissen kaum, wie das geht. Es ist ein Lernprozess, der durch Projekte, in denen es Tipps zu nachhaltigem Leben gibt, unterstützt werden könnte. In meiner Schulzeit ist Umweltpädagogik komplett untergegangen. Erst im FÖJ hab ich die genialen Möglichkeiten in der Kinder- und Jugendarbeit gesehen.

 

Im Dialog mit Big Foot
Ich hab mich an diesem Projekt beteiligt, weil ich Nachhaltigkeit für eine der wichtigsten Sachen halte, und dies mit einer künstlerischen Arbeit auszudrücken, kam mir geradezu perfekt vor.
Doch trotz allem war es echt nicht leicht, dieses brisante Thema vernünftig darzustellen. An etlichen Versuchen, die Elemente zu veranschaulichen, die gegen fossile Brennstoffe konkurrieren, bin ich gescheitert. So habe ich meine Ansprüche auf ein machbares Maß heruntergeschraubt und mich mit einem ökologischen Fußabdruck, der mit Blättern gesäumt ist, zufrieden gegeben. Der Text 'Big Foot?' soll den Betrachter in einen Dialog bringen, und ihm sanft helfen, sein Konsumverhalten zu reflektieren. Es freut mich, dass es ankommt.

  

Nachhaltigkeit muss alltäglich werden“
Am Medienwettbewerb habe ich mich beteiligt, weil ich es einfach genial gefunden habe, in verschiedene Kunstbereiche reinzuschnuppern zu und dabei meine Ideen mit professionellen Unterstützern umzusetzen. Die Botschaft „Nachhaltigkeit“ mit außergewöhnlichem Design an den Mann, die Frau, die Jugendlichen zu bringen, ist ein super Ansatz. Es war toll, beim Upcycling Workshop aus vorhandenen Materialien Neues zu schaffen. Schulen könnten diesen "kreativen Umweltschutz" gut integrieren - es wird ohnehin Zeit von dem „alle machen jetzt das gleiche“ wegzukommen.
Ich lebe so gut es geht nachhaltig. Da gibt's zum Beispiel die Kostnix-Läden, in denen wir nach Schätzen graben, oder gemütliche Gewandtauschparties zu Hause. Dass wir mit Rädern durch die City flitzen ist sowieso klar und ich find's schön, dass es immer mehr bio und veganes Essen gibt. Diese ganzen Dinge müssen einfach aus den "Ökokreisen" rausgetragen werden und ihr "grünes Image" verlieren.
In den Workshops des Forum Umweltbildung steht "die Nachhaltigkeit" gar nicht so im Vordergrund, es geht mehr darum, etwas Neues zu lernen, Spaß zu haben, Kreativ zu sein und Leute kennenzulernen.

drucker  email  Kommentieren (0) Kommentare