Medien - ARTistInnen
Wie muss Information aussehen, damit sie Menschen erreicht? Soll Umwelt-Journalismus auch zum Handeln anregen oder ist das zu viel verlangt? Gibt es so etwas wie nachhaltige Information? Beim ersten Umwelttagssymposium 2008 wurde über Wunsch und Wirklichkeit von Umweltjournalismus diskutiert
Armin Thurnher, Falter:
Erst wenn die demokratische Qualität der Information stimmt, kann Wissen entstehen. Man kann nicht Bewusstheit schaffen, indem man sich dumpfer Mittel bedient. Qualitätsjournalismus unterscheidet sich von Beeinflussungsjournalismus dadurch, dass er transparent agiert und sein Tun einem ständigen Prozess der öffentlichen Überprüfung aussetzt.
Mark Perry, Kronen Zeitung:
Ich gehe mit dem Herzen an das Thema heran. Wenn ein mächtiger Hirsch in der Morgendämmerung durch die Auen geht, wenn der Seeadler kreist, wenn der Abendsprung der Forellen am Kamp beginnt: Das ist schön, das ist spannend und eine Geschichte, die sich verkaufen lässt.
Ingrid Greisenegger, ORF:
Die Pioniere der Umweltbewegung wurden abgelöst und durch eine neue Bewegung ersetzt, die auf Askese pfeift und den Genuss will. Es geht um eine bessere Lebensqualität, um eine Verbindung von Natur, Mensch, Ethik und Sozialem.
Magdalena Uedl-Kerschbaumer, "die umweltberatung":
Unser Wunsch ist es, so viele Menschen wie möglich - auch über gelungene Medienarbeit - zum umweltfreundlichen Handeln zu motivieren. Wir wollen lebbare Alternativen vorstellen, seriös und differenziert berichten, dabei aber auch kreativ und lebendig sein.
Roswitha Reisinger, lebensART:
Ökologische, wirtschaftliche und soziale Entwicklungen sind heute so verzahnt, dass wir das eine nicht mehr ohne das andere betrachten können. Darum ist die lebensART kein Umweltmagazin sondern ein Magazin für eine nachhaltige Lebenskultur. Nachhaltige Information, glaubwürdig und authentisch vermittelt, macht mündig.
Peter Iwaniewicz, Lebensministerium, Abteilung Nachhaltige entwicklung und Umweltförderpolitik:
Umwelt-Journalismus aus den Zeiten von Zwentendorf und Hainburg hat sich weiterentwickelt. Während vor einigen Jahren Umweltthemen medial nicht mehr nachgefragt wurden, finden diese sich jetzt wieder in Magazinen und sind in den Innen- und Außenpolitik-Ressorts der Zeitungen Gegenstand der Berichterstattung. Es braucht dazu eine intensivierte Bewusstseinsbildung, wobei insbesondere die Medien gefordert sind, Beiträge zu eienr zukunftsfähigen gesellschaftlichen Entwicklung zu liefern.



