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Klimaschutzpreis 2011– Die Sieger

23.11.2011:

Kräuterhandel Sonnentor (NÖ), Kärntner Bauprojekt Griffen Green, Initiative Bergladen Vorderstoder (OÖ)und "Photovoltaik-Eisdiele" der HTBLA Weiz (Stmk.) prämiert

Foto: Thomas Jantzen/ORF

Die Kräuterhandelsgesellschaft Sonnentor aus Niederösterreich, das Kärntner Bauprojekt Griffen Green, die Initiative Bergladen Vorderstoder in Oberösterreich und das Abschlussprojekt "Photovoltaik-Eisdiele" von zwei Schülern an der HTBLA Weiz in der Steiermark sind die diesjährigen Siegerprojekte beim Österreichischen Klimaschutzpreis. Der Preis wird von Lebensministerium und ORF seit 2008 jährlich in vier Kategorien vergeben. Knapp 300 Einreichungen, 60.000 abgegebene Publikumsstimmen und die hohe Qualität der nominierten Projekte zeigen, dass das Thema Klimaschutz fest im Bewusstsein und im aktiven Handeln der Österreicherinnen und Österreicher verankert ist.

"Effizienter Klimaschutz funktioniert nach dem Prinzip "Reden ist Silber, Handeln ist Gold". Mit dem Österreichischen Klimaschutzpreis zeichnen wir jene Menschen aus, die sich im privaten Alltag, mit ihrem Unternehmen oder in ihrer Region, mit innovativen Ideen aktiv für den Klimaschutz einsetzen. Die eingereichten Projekte beweisen, dass Klimaschutz und erfolgreiches Wirtschaften Hand in Hand gehen - darüber hinaus profitiert der Arbeitsmarkt von neuen green jobs und durch den Einsatz von erneuerbaren Energien sind wir in Österreich mit voller Kraft unterwegs in Richtung Energieautarkie", erklärt Umweltminister Niki Berlakovich anlässlich der Verleihung des Österreichischen Klimaschutzpreis 2011.

ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz über die Rolle des ORF im Klimaschutz: "Als "Rundfunk der Gesellschaft" hat der ORF über große gesellschaftspolitische Herausforderungen nicht nur zu berichten, sondern auch Handlungsoptionen aufzuzeigen. Den Klimaschutz haben wir als eigene Initiative längerfristig in der Unternehmenspolitik verankert. Der Österreichische Klimaschutzpreis ist dabei ein wichtiges Instrument, um zukunftsweisende Projekte nicht nur auszuzeichnen, sondern sie vor allem bekannt zu machen und damit möglichst viele Menschen, Unternehmen, öffentliche Einrichtungen oder ganze Regionen zur Nachahmung zu motivieren. Das große Interesse des ORF-Publikums zeigt, dass die Menschen tatsächlich Lösungen und Anregungen sehen wollen - unser Servicemagazin "Konkret", das vier Wochen lang die nominierten Projekte präsentiert hat, hat einen weitesten Seherkreis von rund 2,1 Millionen Österreicherinnen und Österreichern erreicht."

Die Siegerprojekte 2011

Vier Projekte konnten die Fachjury und das Publikum überzeugen und wurden mit dem Österreichischen Klimaschutzpreis 2011 ausgezeichnet:

Kategorie "Landwirtschaft & Gewerbe"  
Projekttitel: Wo Sinn und Freude wächst Eingereicht von: Sonnentor Kräuterhandelsgesellschaft Bundesland: Niederösterreich Kurzbeschreibung: Das Unternehmen Sonnentor ist ein nachhaltig agierender Vorzeigebetrieb, der neben Klima- und Umweltschutz in sämtlichen Unternehmensbereichen großen Wert auf Ökologie, Ökonomie und soziale Verantwortung legt. Sonnentor arbeitet nicht nur mit 150 regionalen Biobauern zusammen, sondern ist auch verlässlicher Partner zahlreicher Entwicklungsprojekte.

Kategorie "Öffentliche Einrichtungen & Regionen"
Projekttitel: Bergladen Vorderstoder Eingereicht von: Verein Pro Vorderstoder Bundesland: Oberösterreich Kurzbeschreibung: Im Bergdorf Vorderstoder haben nach Schließung des letzten Nahversorgers die Bewohner/innen die Initiative ergriffen und führen jetzt über einen Verein selbst das örtliche Geschäft. Die Bevölkerung hat gemeinsam 50.000.- Euro Startkapital vorgestreckt, das für die Warenausstattung - mit Schwerpunkt auf regionale Produkte - und die nötigsten Investitionen gebraucht wurde. Unzählige Einkaufsfahrten konnten durch den Bergladen bisher bereits eingespart werden.

Kategorie "Industrie & Großbetriebe"
Projekttitel: Griffen Green - Energieautarkie ist möglich Eingereicht von: GriffnerHaus AG Bundesland: Kärnten Kurzbeschreibung: Klimaschutz wirkt auch im geförderten Wohnbau: Zwei dreigeschossige Gebäude mit 18 Mietwohnungen, die bereits jetzt die bis 2019 vorgegebene EU-Gebäuderichtlinie erfüllen, konnten durch ein rundum innovatives Baukonzept in extrem kurzer Errichtungszeit fertig gestellt werden. Das Projekt hat die hohen Anforderungen in vielen Bereichen des Klimaschutzes übertroffen - die amtlich festgesetzten Gesamtbaukosten wurden hingegen sogar unterschritten.

Kategorie "Alltag & Ideen"
Projekttitel: Photovoltaik - Eisdiele Eingereicht von: HTBLA Weiz, Helfried Tuisel Bundesland: Steiermark Kurzbeschreibung: Speiseeis kühlen mit der Kraft der Sonne? Was sonst die kühle Süßigkeit zum Schmelzen bringt, verwenden zwei Schüler im Rahmen ihrer Diplomarbeit für den photovoltaischen Betrieb einer Eisdiele. Das "Sonnengekühlte Eis" schmeckt nicht nur fantastisch, sondern wird so auch in einer Eisdiele angeboten, die ohne Anschluss an eine Steckdose betrieben werden kann.

300 Einreichungen für aktiven Klimaschutz

Knapp 300 Bewerberinnen und Bewerber aus allen Bundesländern haben ihre Konzepte und Ideen für aktiven Klimaschutz zum Österreichischen Klimaschutzpreis 2011 eingereicht. Aus allen Einreichungen nominierte eine hochkarätige Fachjury 16 innovative Projekte, die im ORF-Servicemagazin "Konkret" und auf www.klimaschutzpreis.at präsentiert wurden und sich anschließend der Publikumsabstimmung stellten. Die Bewertungen der Jury wurden daraufhin mit den Publikumsstimmen zusammengeführt und so die vier Siegerprojekte ermittelt. Dass die Entscheidung auch im vierten Jahr des Österreichischen Klimaschutzpreises alles andere als einfach war, beschreibt die Jury-Sprecherin Birgit Kohlmaier-Schacht vom ORF: "Wir haben bei der Anzahl der Einreichungen nun ein konstantes Niveau erreicht. Was jedoch weiterhin von Jahr zu Jahr steigt, ist die Qualität der Projekte - das macht die Bewertung und Auswahl der Nominierungen und Siegerprojekte für die Fachjury immer herausfordernder."

Weitere Informationen:

 www.klimaschutzpreis.at

Über klima:aktiv

Hinter dem Österreichischen Klimaschutzpreis (www.klimaschutzpreis.at) steht klima:aktiv, die Klimaschutzinitiative des Lebensministeriums. klima:aktiv wurde 2004 als Teil der Österreichischen Klimastrategie gestartet und setzt seitdem wertvolle Impulse für aktiven Klima- und Umweltschutz - dies reicht von Partnerschaften mit der Wirtschaft und den Ländern bis hin zu Information und Beratung sowie Aus- und Weiterbildung. Informationen zu klima:aktiv sind auf www.klimaaktiv.at abrufbar.

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