Es geht auch ohne Atomstrom
Wenn Sie gerade über der Endabrechnung Ihres Stromverbrauches sitzen und dabei an einen Anbieterwechsel denken - hier finden Sie Informationen, die zeigen, dass es auch ohne Atomstrom geht.
Etwa in der Steiermark. „Wer gegen Atomstrom ist, muss für den Ausbau von Erneuerbarer Energie sein“, bringt Dr. Oswin Kois, Vorstandssprecher der Energie Steiermark AG die einfache Formel auf den Punkt. Anerkennung für die „grüne Strategie“ in der „grünen Mark“ gab es aktuell von den Umweltorganisationen Greenpeace, Global 2000 und dem Umweltdachverband. 100% Strom ohne Atomkraft liefert der Landesenergieversorger seinen Kunden, über 300 Millionen Euro hat man in den letzten beiden Jahren in "green energy"-Projekte investiert.
In Ergänzung zu Kois‘ Formel: „Wer gegen Atomstrom ist, sollte seinen Anbieter wechseln, wenn dieser Atomstrom vertreibt.“ Und hier gibt es in Österreich bereits eine große Auswahl. Neben den Steirern sind laut Umweltdachverband die Landesenergieversorger in Wien (Wien Energie), in Niederösterreich (EVN), im Burgenland (Bewag) und in Vorarlberg (VKW) frei von Atomstrom. Auch die Tiroler TIWAG und Innsbrucker Kommunalbetriebe sind aus dem Verkauf von Atomstrom ausgestiegen. Die Energie AG Oberösterreich liefert ebenfalls keinen Atomstrom, deren Tochtergesellschaft ENAMO legte nach Fukushima konkrete Ausstiegspläne vor.
Wer es ganz besonders ökologisch haben möchte, wechselt zu einem Anbieter, der ausschließlich Strom aus erneuerbaren Quellen wie Sonne, Wind, Biomasse und Kleinwasserkraft vertreibt. Da kommt dann auch kein Strom aus Gas- oder Kohlekraftwerken aus der Steckdose. Neben vielen regionalen Versorgern sind dies österreichweit die oekostrom AG und die Alpen Adria Naturstrom GmbH, die für mehrere Produkte sogar mit dem österreichischen Umweltzeichen ausgezeichnet sind.
Dass nicht alles, was uns die Werbung als natürlich verspricht auch wirklich sauber ist, zeigt der Umweltdachverband durch die Vergabe der „Atom Birne“ für Energieversorger mit dem höchsten Anteil an Atomstrom. Für 2011 geht diese „Auszeichnung“ an die Verbund Sales GmbH. „Die Verbund Billig-Schiene verkauft 79 % Strom unbekannter Herkunft, verursacht mehr als zwei Tonnen radioaktiven Abfall und ist damit für den Großteil der radioaktiven Abfälle für Strom in Österreich verantwortlich“, so Michael Proschek-Hauptmann, Geschäftsführer des Umweltdachverbandes.
Platz zwei im „strahlenden“ Ranking geht an die KELAG. Während viele Versorger nach Fukushima auf die Atombremse gestiegen sind, gehen die Uhren in Kärnten andersrum. Die KELAG erhöhte den Graustromanteil innerhalb eines Jahres von 46 % auf 55 % und sei damit für knapp 1,5 t radioaktivem Abfall verantwortlich. „Dass Kärnten anders ist, war uns schon lange klar. Mehr Atom statt dem notwendigen Ausstieg, zeugt aber von Realitätsverlust und dem Einfluss des Atom-Riesen RWE", so Proschek-Hauptmann. Auch Platz drei im Negativ-Ranking geht in den Süden und zwar an die Energie Klagenfurt GmbH mit über 300 kg radioaktivem Abfall.
Kein Grund für die Kärntner zu verzagen! Auch die Alpen Adria Naturstrom GmbH ist ein Kärntner Unternehmen mit Sitz in Kötschach
Berndl Christine am 12.01.2012 11:20:08
Es lebe die Stromwaschmaschine!
Es ist auch bei den oben angeführten Landesversorgern üblich geworden und wird leider auch von den Umweltorganisationen toleriert!!!! -das Rein waschen von Börsenstrom.
http://www.wirtschaftsblatt.at/home/schwerpunkt/greeneconomy/das-mascherl-macht-beim-strom-den-unterschied-498621/index.do
Traurig, denn dadurch wird der Atomstrom nicht weniger und es entsteht auch kein einziges zusätzliches Ökokraftwerk!!
Ganz auf Nummer Sicher ist man bei einem zertifizierten Ökostromanbieter, wie oben beschrieben.
Deshalb vertraue ich seit 2004 auf den Ökostrompionier und Familienbetrieb Alpen Adria Energie Naturstrom.



