Einer guten Zukunft entgegen wachsen
Yvonne und Karl (38 und 43 J.) wollen es noch mal wissen, ein Wunschkind ist unterwegs - trotz gelegentlicher Zweifel, denn: Geburtstermin ist September 2009 - die Wirtschaft in einer handfesten Krise, das Klima ebenfalls. Was kann/sollte man der Tochter da mitgeben, wie sie fit für die Zukunft machen?
Liebevoll begleiten in eine sich wandelnde Welt
Allzu vieles hat sich in rasantem Tempo verändert, seit wir selbst oder unsere Eltern, Kinder waren - neben dem Ablauf des ganz normalen Alltags sind es auch so grundlegende Ziele, wie etwa eine Stellung für´s Leben zu ergattern oder auch den einen Lebenspartner. Ob wir uns das nun wünschen oder nicht: Heute sind nicht nur alleinerziehende Eltern und Lebensabschnittspartner häufige Realität. Ebenso ist es vor-programmiert, im Schnitt alle 2 Jahre den Job zu wechseln. Statt lebenslanger Arbeitsstelle ist Lebenslanges Lernen angesagt, quasi von Geburt an. Und dies keineswegs nur, um später am Markt zu bestehen: So scheinbar gegensätzliche Eigenschaften wie Flexibilität und Durchhaltevermögen, Pionier- und Teamgeist sind nur einige der Eigenschaften, die in einer globalen Weltgemeinschaft in ständigem raschen Wandel existenziell wichtig werden, sie gehören zu den sogenannten Gestaltungskompetenzen. Zu Lernen kann also nicht früh genug gelernt werden.
Eine Kultur des Fragens
Nicht mehr die ewig gültigen richtigen Antworten sind das Wichtigste, sondern Fragen zuzulassen, sie sogar zu fördern - in der Familie, in Kindergarten und Vorschule. Schon Kinder müssen mit der Vorläufigkeit von Antworten und Gewissheiten leben lernen und damit, sich später immer wieder neu und selbständig informieren und weiterbilden zu müssen.
Da man mit der Inflation des Wissens alleine nicht Schritt halten kann, wird Teamwork, das Zusammenlegen von Talenten und Begabungen, immer wesentlicher. Auch dies will von Klein auf gelernt werden, zumindest tut man sich später leichter teamfähig, kooperativ, zu sein, sich in andere einfühlen zu können und nicht nur eigene Interessen durchzusetzen.
Die neugierige, erkundende, forschende, fragende Annäherung an die (Um-)Welt hat inzwischen in guter Kindergarten-und Vorschulpädagogik längst Fuß gefasst. Es ist dies nicht zuletzt aber auch eine tägliche Aufgabe und Herausforderung für alle Bezugspersonen eines Kindes. So beginnen die Fragen der 3 jährigen Tochter eines Kollegen nicht etwa mit "Warum", sondern kindlich-philosophisch mit einem vielsagenden "Falleicht??", welches den erörternden Stil in der jungen Familie vermuten lässt.
Bei pädagogischen Ansätzen wie etwa dem "Philosphieren mit Kindern", wird dieses Fragen als Vorstufe von gemeinsamer Reflexion gezielt gefördert, ebenso kann es aber auch im Alltag ganz selbstverständlich gelernt werden durch das Lesen und Diskutieren von Kinderbüchern, das freie Erzählen von Geschichten, oder auch die spielerische Darstellung unterschiedlicher Rollen.
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