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Dialog im Dunkeln

24.09.2010:

Seit dem 25. September 2009 führt die Erlebnisinstallation Dialog im Dunkeln im Wiener Schottenstift zahlreiche Gäste hinters Licht – und das mit großem Erfolg.

Foto: Anna Huber
Nach intensivem Orientierungs- und Mobilitätstraining können blinde Menschen genauso wie Sehende Hausarbeiten durchführen oder einkaufen.

Dialog im Dunkeln ist eine Ausstellung, bei der es nichts zu sehen gibt, aber viel zu erleben. Die Idee von Dialog im Dunkeln ist simpel, aber nicht ganz neu: Blinde und Sehende tauschen eine Stunde lang die Rollen. Die BesucherInnen werden von blinden bzw. sehbehinderten Guides durch eine lichtlose Rauminstallation geführt. Der Aufenthalt in der Dunkelheit schärft die nicht-visuellen Sinne und das Verständnis für all jene Mitmenschen, die unsere Welt durch andere „Augen“ sehen.


Hier dürfen Fragen gestellt werden, die im Alltag häufig tabuisiert werden
Sieht ein blinder Mensch schwarz oder sieht er einfach nichts? Muss ich meinen Sprachgebrauch ändern oder darf ich „Auf Wiedersehen!“ sagen? Wie lernen blinde Menschen eine/n PartnerIn kennen? Welche Hürden haben sie auf ihren Wegen zu meistern?

Das Konzept ist in zahlreichen Ländern seit mehr als 20 Jahren erfolgreich. Was die Wiener Installation dennoch einzigartig macht? Weltweit sind mit Geschäftsführer Helmut Schachinger und Personalleiter Reinhard Marth erstmals selbst Betroffene aktiv an der Geschäftsleitung beteiligt.
 

In Österreich wird Dialog im Dunkeln von der Sensesation Ausstellungs GmbH betrieben. Das Unternehmen hat 22 Angestellte, die Hälfte davon ist von einer körperlichen Behinderung betroffen. Darüber stammen die MitarbeiterInnen aus 7 verschiedenen Ländern, haben 6 verschiedene Religionsbekenntnisse und wurden in 5 verschiedenen Jahrzehnten geboren. Dieses Konglomerat schafft eine dynamische und effektive Arbeitsatmosphäre, von der MitarbeiterInnen und KundInnen gleichermaßen profitieren.

Dialog im Dunkeln, Sensesation Ausstellungs GmbH, Schottenstift, Freyung 6, 1010 Wien, www.imdunkeln.at

 

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