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Bisphenol A raus aus Verpackungen!

16.12.2010:

Nestlé will die Hormon-Chemikalie Bisphenol A in den USA nicht mehr einsetzen, in Europa jedoch schon.

Der Lebensmittelkonzern Nestlé kündigte an, in den kommenden drei Jahren in den USA auf die Plastikchemikalie Bisphenol A (BPA) in sämtlichen Verpackungen zu verzichten. Eine Maßnahme, die sich lediglich auf die USA beschränkt. Nestlé Österreich sieht nach wie vor keinen Handlungsbedarf. Der Konzern argumentiert, dass kulturelle Unterschiede und lokale KonsumentInnen-Vorlieben ein unterschiedliches Vorgehen bezüglich der hormonell wirksamen Chemikalie rechtfertigen.

„Sicher gibt es kulturelle Unterschiede, aber dass diese uns Österreicherinnen und Österreicher vor den Gesundheitsrisken durch BPA schützen, ist ein frommer Wunsch ans Christkind. Wir müssen für alle Menschen Gesundheitsgefährdungen vermeiden. Daher muss Nestlé auf BPA in Verpackungsmaterialien weltweit verzichten “, erklärt Daniela Hoffmann, Chemie-Expertin der Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000.

Zahlreiche unabhängige Studien bestätigen, dass Bisphenol A ins menschliche Hormonsystem eingreifen und dadurch beträchtliche Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit haben kann. Die WissenschaftlerInnen gehen davon aus, dass die Aufnahme hauptsächlich über verunreinigte Nahrung erfolgt – also über Lebensmittel, die mit BPA-haltigen Verpackungsmaterialien in Berührung gekommen sind.
 

drucker  email  Kommentieren (1) Kommentar

nachtigallfan  am 18.12.2010 13:42:21

Kulturelle Unterschiede rechtfertigen BPA-Verpackung?

Was soll es denn für kulturelle Unterschiede zwischen USA und Österreich/Europa geben? Den Europäern ist es egal, ob sie unnötige und sogar schädliche Hormone aufnehmen, den Amerikanern nicht?!

Ich plädiere sogar ganz eindeutig für die weltweite Abschaffung von BPA in Lebensmittelverpackungen und Kassenbons/Etiketten, also als Beschichtung von Thermopapier. Denn was habe ich davon, kein BPA in Verpackungen zu haben, es aber durch Kontakt mit Thermopapier aufzunehmen?

Da kaufe ich mir beim Biobauern auf dem Wochenmarkt Bio-Lebensmittel. Die Verkäuferin hat vorher Hunderte von Kassenbons angefaßt und legt dann mit ihren BPA-Fingern meine Ware auf die Waage. Da vergeht mir doch der Appetit!

Muß ich doch alles nur verpackt oder selber in Beutel verpackt einkaufen, damit die Kassiererin sie nicht mit ihren BPA-Fingern anfaßt? Muß ich wirklich unnötig Müll produzieren, nur weil man das BPA nicht aus solchen Produkten heraushalten kann?
Ein Ersatz der Thermopapier-Beschichtung durch eine auch jetzt schon alternativ benutzte Substanz ist auch keine Lösung, denn dessen Schädlichkeit ist noch gar nicht bekannt. Im schlimmsten Falle ist es also noch schädlicher als BPA.

Untersucht doch erst einmal die Produkte, bevor ihr die Menschheit darauf loslaßt - als Versuchskaninchen!!!