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08.07.2009:

In Österreich leben 400.000 Menschen in Armut, darunter 101.000 Kinder und Jugendliche. Oft im Stillen engagieren sich Menschen dafür, diese Armut bei uns – und in Entwicklungsländern – zu verringern. Sie leisten Außergewöhnliches am schönen und steinigen Weg zu einer besseren Welt.

Foto: SOMA Archiv
Walter Feninger

Walter Feninger, Sozialmärkte NÖ
Ich träume von einer Gesellschaft, in der die Menschen solidarischer und sinnerfüllter leben. Mit SOMA kann ich dies in mehrfacher Hinsicht unterstützen, z.B. indem wir Menschen mit geringem Einkommen unterstützen oder ihnen nach längerer Arbeitslosigkeit eine sinnvolle Arbeit ermöglichen. Darüber hinaus geben wir Lebensmitteln eine 2. Chance und bewahren sie vor der nicht notwendigen Entsorgung.
Ich habe das Glück, dass ich immer reicher beschenkt werde als ich selber gebe: Durch die so positive Aufnahme der Arbeit in der Öffentlichkeit; durch das langsame Einschwenken des Lebensmittelhandels auf das Projekt; durch die dankbaren Reaktionen von Mitarbeitern und Kunden. Belastend ist die Unsicherheit unserer Situation: Wir wissen nie ganz genau, was am nächsten Tag in den Regalen erhältlich ist, da wir angewiesen sind auf das, was uns von den Firmen zur Verfügung gestellt wird.
Ich wünsche mir, dass die Menschen sorgsamer miteinander und mit den Gaben der Natur umgehen und arbeitslose oder bedürftige Menschen nicht gering schätzen. Die Vokabel „selber schuld“ kann aus dem Wortschatz gestrichen werden, wenn man die Hintergründe menschlichen Daseins besser kennen lernt. Mein Ziel ist es, einen Beitrag dazu zu leisten dass es mehr liebes- und daher auch arbeitsfähige Menschen gibt.
 

Christine Bliem, Weltladen Golling
Ausschlaggebend für die Gründung des Weltladens war ein Satz, den jemand in meinem früheren Beruf zu mir gesagt hatte: „Frau Bliem, wenn sie es im Geschäftsleben zu etwas bringen wollen, dann haben Moral und Ethik dabei nichts verloren.“ An diesem Tag habe ich meine Kündigung geschrieben. Mir wurde bewusst, dass ich etwas ändern will, mich auf Werte rückbesinnen will, die mir einmal wichtig waren und im Laufe der Zeit oftmals in den Hintergrund rückten.
Je länger ich mich mit dem Weltladen beschäftige, desto wichtiger empfinde ich es, weiterzumachen. Die Sinnhaftigkeit des Tuns steht bei mir in keinster Weise in irgendeinem Zweifel – und zu wissen, dass ich etwas Sinngebendes mache, erfüllt mich mit tiefer Zufriedenheit, die mit keinem Geld in keinem anderen Beruf aufzuwiegen wäre.
Meine Arbeit sehe ich nie als schwierig; schwierig und belastend bin ich manchmal selber, weil ich sehr hohe Ansprüche an mich stelle. Oftmals vermisse ich die Anerkennung von öffentlicher Seite, hier nicht nur einen Laden zu führen, sondern einen Weltladen. Wesentlich ist für mich, die eigenen Muster aufzubrechen, meinem Gewissen und meinen Ansprüchen gerecht zu werden und meine Vorstellungen vorzuleben. Ich wünsche mir, dass sich dadurch das, was mir wichtig ist, auf die Menschen, mit denen ich zu tun habe, positiv überträgt. Und ich kann über den Laden Informationen und Möglichkeiten anbieten.

P. Karl Bleibtreu SDB, Pfarrer in Linz Don Bosco
Als Salesianer Don Boscos und Priester bin ich überzeugt, dass nur im Zusammenspiel das Leben gelingen kann - in der Familie, in einer Gruppe, besonders bei jungen Menschen. Unser Ordensgründer, der hl. Don Giovanni Bosco (1815-1888), war dabei ein froher Mensch. Wo immer er hinkam, verbreitete er Freude und begeisterte die jungen Menschen mit seinem natürlichen Charme und Auftreten. Eine Schule, einen Spielplatz und eine Kirche verlangt Don Bosco. Im sozialen Brennpunkt bei uns im Linzer Franckviertel setzen wir uns mit Angeboten in der offenen Jugendarbeit, auf dem Sportplatz, in der Pfarre  und vor allem mit unseren Herzen dafür ein. Dabei kann es auch schon laut werden: Spiellärm, Musik, Siegesjubel - das ist die Musik Don Boscos!

drucker  email  Kommentieren (1) Kommentar

Sylvia Häusler und Familie  am 24.11.2009 17:08:11

Don Bosco

Lieber Pater Bleibtreu!
Wir senden Ihnen viele Grüße aus Wien. Sehr viele Menschen haben Sie vermisst als Sie vor langer Zeit Don Bosco in Erdberg (3. Bezirk) verlassen haben.
In unserer Erinnerung sind Sie aber trotzdem geblieben, genauso wie Pater Fuchs, der leider bereits verstorben ist.