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2. Kunstlicht

Von der Glühlampe zum LED-Licht

Auch bei der besten Tageslichtplanung ist es nun einmal so, dass es am Abend finster wird und wir auf Kunstlicht zurückgreifen müssen. Grundsätzlich ist bei der Wahl einer Lichtquelle in erster Linie auf ihr sinnvolles spezifisches Einsatzgebiet zu achten.

Tipp 1: Glühlampen, die zu den Temperaturstrahlern zählen, bieten eine behagliche, warme Lichtfarbe, jedoch nur eine geringe Lichtausbeute bei sehr hoher Wärmeentwicklung. Zudem ist die Lebensdauer sehr kurz. Aufgrund der schlechten Energieeffizienz werden gemäß eines Stufenplanes der EU schrittweise aus den Regalen verschwinden.

Tipp 2: Entladungslampen – das sind im Wesentlichen Leuchtstofflampen und so genannte Energiesparlampen – verbrauchen bis zu 80% weniger Energie und entwickeln auch weniger Wärme. Sie haben allerdings den Nachteil, dass sie nicht das volle Farbspektrum des Lichtes wiedergeben können. Sparlampen gibt es zwar mittlerweile in vielen Farbtönen – von Warmton bis Kaltweiß - nur gemütlich wird das Licht trotzdem nicht. Auch der hohe Anteil an Schadstoffen, allen voran Quecksilber, spricht gegen diese Technologie. Ausgediente Lampen müssen als Sondermüll entsorgt werden.

Tipp 3: Die Glühlampe durch eine Sparlampe zu ersetzen macht aus energietechnischer Sicht in manchen Bereichen durchaus Sinn. Durch die Einschaltverzögerung ist die Sparlampe dort falsch am Platz, wo sie nur kurz verwendet wird.

Tipp 4: Der wirkliche Nachfolger der Glühlampe ist die neue Halogen-Glühlampe. Sie ist eine sinnvolle, günstige und energieeffiziente Alternative. Sie spart an die 30% Energie im Vergleich zur normalen Glühlampe und hat die doppelte Lebensdauer. Der vorhandene Dimmer und das schnelle Licht beim Einschalten bleibt, das kontinuierliche Spektrum der Glühlampe mit dem gemütlichen Warmtonlicht wie bei der Abendsonne empfindet der Mensch als angenehm.

Tipp 5: Vollspektrum- Leuchtstofflampen erzeugen eine Art Tageslicht, das in seiner Zusammensetzung der Mittagssonne sehr nahe kommt. Zu empfehlen sind diese Tageslicht-Leuchtmittel für alle aktiven Bereiche mit Sehaufgaben, am Arbeitsplatz, in der Werkstatt oder im Lese- und Lernbereich. Mittlerweile werden auch Leuchten entwickelt, die den kompletten Sonnenkreislauf nachvollziehen – vom purpurroten Sonnenaufgang über das weiße Mittagslicht bis zum weichen Rotgold der Abendstimmung.

Tipp 6: Die aktuelle Lichttechnik trägt das Kürzel LED (Light Emitting Diodes = Leuchtdioden). Der Stromverbrauch ist so niedrig wie bei den Sparlampen und zum Teil noch geringer, die Lebensdauer ist mit 35.000 Stunden extrem lang (35x so lang wie die der Glühlampe, 5x im Vergleich zur Sparlampe) und es gibt keine Wärmeentwicklung im Lichtstrahl. Derzeit schrecken noch der hohe Preis und die noch zu optimierende Farbwiedergabe etwas ab.

Tipp 7: Schaut man in die Zukunft, gesellt sich noch ein „O“ vor das Kürzel. OLEDs sind Leuchtdioden mit organischen Halbleitern. Sie werden auf papierdünne Trägerfolien aufgebracht und eröffnen ganz neue Anwendungsgebiete, wie etwa großzügige Raumbeleuchtungen. Zum Beispiel könnte ein Fenster mit verbauten OLEDs an grauen Regentagen weißes Tageslicht ins Wohnzimmer ausstrahlen. Zum Einsatz kommen solche Technologien schon heute in Displays von Handys, Laptops oder Fernsehern.
 

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